Bewertung

Review: #3.04 Verschwunden (1)

Seit dem Ende der ersten Staffel wissen wir, dass die 4400 in die Zukunft entführt und mit neuen Fähigkeiten zurückgeschickt wurden, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Bislang schien es, als sei dieses Experiment weitestgehend geglückt, denn fraglos haben die 4400 die Gesellschaft maßgeblich beeinflusst und das Leben vieler Menschen verändert, doch in dieser Doppelfolge kristallisiert sich durchaus überraschend heraus, dass sich der Lauf der Geschichte doch nicht so verändert hat, wie gewünscht, weshalb die Menschen der Zukunft abermals in die Zeitlinie eingreifen und fünf der jüngsten Rückkehrer erneut entführen, darunter auch Maia. Das Potential dieser Storyline ist fraglos groß, doch leider werden einige logische Schwächen offenbart, die sich kaum übersehen lassen.

So hat Maia schon zu Beginn dieser Episode eine Vision, die ihr enthüllt, dass ihre gesamte Existenz in Vergessenheit geraten wird und sie aus dem Leben ihrer Adoptivmutter Diana verschwindet. Dennoch empfängt Maia nur zwei Minuten später eine Frau, die ohne Beweise behauptet, ihre verschollene Schwester zu sein, mit offenen Armen und vertraut ihr blind. Das ist meines Erachtens nach nicht wirklich stimmig. Auch wenn Maia noch sehr jung ist und ihre Visionen ein wenig abstrakt sein mögen, hätte sie so etwas wie Misstrauen entwickeln müssen, statt der fremden Frau sofort zu vertrauen und ihr geradewegs in die Falle zu folgen. So endet diese Episode damit, dass Maia und die anderen Kinder in die Vergangenheit geschickt und alle Erinnerungen an sie ausgelöscht werden.

Wenig Erfreuliches erlebt derweil auch Shawn, der sich als Führungspersönlichkeit mehr und mehr disqualifiziert, da er sich und das 4400-Zentrum nicht nur in die Schusslinie der terroristischen NOVA-Gruppe gebracht hat, sondern auch noch fröhlich mit Isabelle in die Kiste hüpft. Zwar sieht Isabelle wie eine normale junge Frau aus, doch sie ist alles andere als ein normaler Mensch, was Shawn natürlich ebenso weiß wie Isabelles Vater Richard, der strikt gegen die Beziehung ist. Shawn spielt ganz offensichtlich mit dem Feuer und dass, obwohl er sich gerade erst mit Terroristen in den Sandkasten gesetzt und ihnen die Förmchen geklaut hat. Sicherlich darf man Shawn, der erst Anfang 20 ist und in die Führungsrolle hinein gedrängt wurde, einige Fehler zugestehen, aber er muss sie ja nicht unbedingt alle auf einmal machen, zumal er sich in der zweiten Staffel eigentlich schon recht positiv entwickelt hatte.

Maret Hosemann - myFanbase

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