Maggie Lawson in "Cybill"
#4.05 Familienchaos

Hollywood ist ein hartes Pflaster für eine Schauspielerin mittleren Alters, die nie den großen Durchbruch geschafft hat. Cybill Sheridan (Cybill Shepherd), zweimal geschieden und Mutter von zwei Töchtern, kann ein Lied davon singen - oder 87 Lieder, um genau zu sein, denn so viele Episoden umfasst die Comedyserie "Cybill", die von 1995 bis 1998 produziert wurde und unter anderem zwei Golden Globes gewann.
Verzogene Göre
Jungstars, die zunächst durch ihre Auftritte in Film, Fernsehen oder auf der Bühne zu Publikumslieblingen werden, um sich diesen Status dann mit ungesunden Eskapaden selbst zu zerstören, kennt man nicht erst seit Britney Spears, Lindsey Lohan und Konsorten, wie Maggie Lawsons Gastauftritt in der Serie "Cybill" aus dem Jahr 1997 beweist. In der fünften Episode der vierten Staffel ist Lawson, die damals 17 Jahre alt war, als junge Schauspielerin Jennifer zu sehen, deren zuckersüßes Image so gar nicht ihrem wahren Charakter entspricht. Jennifer spielt die Titelrolle in der simplen, auf ein junges Publikum zugeschnittenen Comedyserie "Steffi's Welt" und zeigt sich darin als liebes, harmloses Mädchen mit kindlichen Problemen. In Wahrheit ist Jennifer jedoch eine außer Kontrolle geratene Jugendliche, die sich zum Entsetzen der Serienverantwortlichen einfach mal tätowieren lässt und mit irgendwelchen Bikern um die Häuser zieht. Ihre Eltern glänzen durch Abwesenheit und am Serienset kuschen alle vor ihr, weil sie nun einmal der Star ist. Nur Cybill, die in "Steffi's Welt" die absolut belanglose Rolle der Mutter spielt, scheint zu wissen, wie man mit der rebellischen Göre umgehen muss, und soll sie daher beaufsichtigen, um zu verhindern, dass sie sich ihren blütenreinen Ruf ruiniert.
Maggie Lawson spielt diese Rolle ordentlich. Wie es in Sitcoms üblich ist, werden natürlich viele Elemente überzeichnet. Allein schon die Diskrepanz zwischen Jennifers Outfit in der Serie "Steffi's Welt" und ihrem eigentlichen Look ist gravierend. "Steffi's Welt" ist darüber hinaus eine extrem banale, infantile Serie, die man als Erwachsener allenfalls unter Einfluss starker Rauschmittel oder einer schweren Gehirnerschütterung ertragen kann. Letztlich hat die Figur Jennifer eine eindeutige Message, denn immer, wenn Cybill ihr gegenüber autoritär auftritt, gehorcht sie. Es wird offensichtlich, dass die junge Schauspielerin einfach Menschen braucht, die auf ihr Verhalten reagieren und es nicht durchgehen lassen, die sich wirklich für sie interessieren und nicht nur für das Geld, das sie einbringt. Eigentlich ganz simpel, doch die realen Fälle von außer Kontrolle geratenen Jungstars zeigen, dass es sehr viele Menschen noch immer nicht verstanden haben.
Die Weisheit, dass man sich immer zweimal im Leben begegnet, trifft übrigens auch auf Hollywood zu, denn gut elf Jahre nach diesem Gastauftritt von Maggie Lawson in Cybill Shepherds Serie, war Letztere das erste Mal in "Psych", der Serie, in welcher Lawson zu den Hauptdarstellern zählt, zu sehen.
Fazit
Ein interessanter, früher Auftritt von Maggie Lawson als Problem-Teenager, der Autorität braucht.
Maret Hosemann - myFanbase
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