Bewertung: 8

Review: #7.04 Meine Eselsbrücken

J.D. geht eine Wette mit dem Hausmeister ein, Teds Band taucht wieder auf, Cox ist einsam und Carla und Turk haben unterschiedliche Einstellungen zu ihrer Herkunft. Voraussetzungen für eine gute Folge.

Schlecht geträumt

Carla träumt auf englisch und hat Angst, ihre Wurzeln zu verlieren. Turk interessiert sich nicht wirklich dafür, weil ihm das gar nicht so wichtig ist. Allerdings zeigt er ihr wieder einmal, wie mitfühlend er sein kann und macht ihr klar, dass sie immer eine Latina bleiben wird. Kurz darauf träumt sie wieder auf spanisch. Ich kann Carla verstehen, es ist aber auch typisch für sie, dass sie sich um den Inhalt des Traums kaum Gedanken macht. Immerhin haben sich all ihre Freunde gegen sie gewendet und einfach getötet. Ein schöner Gegensatz, der nur nochmal unterstützt, wie wichtig Carla das Sprachproblem ist. Die Diskussion zwischen Turk und Carla, in die sich J.D. einmischen wollte, aber nicht gelassen wurde, war zum einen natürlich unterhaltsam, zum anderen hat es aber auch irgendwie gezeigt, dass sich die beiden von J.D gelöst haben. Früher lebten sie noch zusammen in einer Wohnung. Turk hat immer J.D. um seine Meinung gebeten. Das scheint nun nicht mehr die Regel zu sein. Der Traum auf spanisch war dann ein witziger Abschluss dieses Handlungszweiges, der romantische Abschluss war aber kurz danach, als zumindest der Zuschauer herausgefunden hat, dass Turk spanisch für Carla lernt. Wie süß und absolut herzerwärmend!

Who am I

J.D. hat für so ziemlich jeden Mitarbeiter im Sacred Heart einen Spitznamen (unter anderem Laverne again für Shirley, deren Ähnlichkeit zu Laverne offenbar nur für ihn ersichtlich ist) und wirft dem Hausmeister vor, dass er nur mehr auf seine Umgebung eingehen sollte. Das lässt dieser natürlich nicht auf sich sitzen und fordert von J.D. den Beweis. Er soll ihm am Ende des Tages alle Namen nennen, nachdem er nichtmal die drei Leute, die plötzlich hinter dem Rücken des Hausmeisters auftauchten, nennen konnte. J.D. lässt sich vieles vorwerfen, aber den Deal geht er ein. Er war schon immer jemand, der damit angegeben hat, dass er sich gut mit allen Mitmenschen versteht und auf sie eingeht. Der Hasumeister hat ihn also an einer ganz empfindlichen Stelle getroffen. Natürlich ist er dann fleißig, lernt alle Namen und glaubt sich schon als Sieger, als der Hausmeister nach seinem eigenen Namen fragt. Ein gut gehütetes Geheimnis, das nun wirklich niemand kennt. J.D. muss also einen Tag lang den Job vom Hausmeister machen und wer die Story bis hierhin noch nicht lustig fand, bekommt zum Schluss das Highlight seviert: J.D. macht nicht nur den Job, sondern nimmt auch die Haltung des Hausmeisters an, weil das Wischen aggressiv mache. Sehr schöner Einfall, der auf alte Zeiten hoffen lässt.

Wer vermisst wen

Cox und Jordan streiten mal wieder und Jordan fährt übers Wochenende weg. Wer wird wen zuerst vermissen? Allein durch das gegenseitige Nachmachen von Jordan und Cox hat dieser Abschnitt schon seine Berechtigung, aber da gab es noch sehr viel mehr. Zunächst stellt sich schnell heraus, dass Cox derjenige ist, der unter der "Trennung" leidet. Ich finde es schön, dass Cox hier wieder eine sehr emotionale Rolle zuteil wird, die verdeutlicht, wie sehr er sich durch Jordan und die Kinder grundlegend verändert hat. Allerdings ist es auch logisch, dass er seine Familie als erster vermisst. Jordan macht quasi Urlaub, hat ihre Kinder um sich und so fällt es doch viel leichter, alles zu genießen, als wenn man nach einem Tag Arbeit nach Hause kommt und ein riesiges leeres Haus vorfindet. Das ist einen Tag schön so (und ich hätte gerne mehr von der Showeinlage von Cox, J.D., Turk und Todd gesehen, die Szene wurde aber viel zu früh unterbrochen), eine Woche aber nicht unbedingt zu ertragen. Der Ärmste ist so niedergeschlagen, dass er sogar J.D. hilft, was in dieser Form Seltenheitswert hat.

Außerdem zeigt die Story um Cox auch eine Entwicklung von Elliot. Während J.D. immer noch jede Gelegenheit sucht, um von Cox als richtiger Freund anerkannt zu werden, der ihn genauso bedingungslos liebt wie J.D. ihn, hat sich Elliot zu einer absolut selbstbewussten Ärztin entwickelt, die nun auch in der Lage ist, mal die eine oder andere Standpauke zu halten und Cox einen ordentlichen Vortrag hält. Das hat nicht nur mich beeindruckt, sondern ganz gewiss auch Cox, der nun auch einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht hat.

Fazit

Inhaltlich nicht unbedingt sehr bedeutend, aber die Folge hat endlich mal wieder vollständig meinen Lachnerv erwischt. Also los. Eine Welle für die bisher beste Episode der Staffel, bei der ich vor lauter Freude dorianlike gleich doppelt mitmache.

Emil Groth - myFanbase

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