Blaudzun
Ist die Rede von Holland denken viele automatisch an Wohnwagen, Windmühlen, Haschisch, Tulpen, Oranje... und Fahrräder. So scheint es auch nicht allzu verwunderlich, dass der Utrechter Johannes Sigmond sich als Künstlernamen für sein musikalisches Solo-Projekt ausgerechnet den Namen eines unbekannten dänischen Radsportlers aus den 70er Jahren ausgesucht hat: Blaudzun.
Nachdem er zunächst jahrelang als Bassist in verschiedenen Bands spielte, widmet sich der insgeheime Singer/Songwriter mit der Veröffentlichung der EP "Loveliesbleeding" 2007 schließlich seinen eigenen, wesentlich sanfteren Tönen. Diese sorgen bei Kritikern, Konzertgängern und Plattenfirmen gleichermaßen für Begeisterung und so macht sich Blaudzun noch im selben Jahr (und bereits mit Plattenvertrag in der Tasche) an die Arbeit zu seinem Debüt-Album.
Prädestiniert als Soundtrack für nächtliche Zug- oder Autofahrten, bietet "Blaudzun" überwiegend verträumt-melancholische Klänge, die einen so schnell nicht mehr loslassen. Das Album wurde zum Großteil in Blaudzuns eigenem Schlafzimmer im niederländischen Amersfoort sowie einem Hotelzimmer in Barcelona aufgenommen. Im Studio bekamen die vielen Song-Perlen lediglich noch den letzten Schliff verpasst. Und das hört man deutlich heraus, bleiben die Songs stets angenehm schlicht, ungekünstelt und reduziert auf das Wesentliche: Atmosphäre und Gefühl.
Paulina Banaszek - myFanbase
Zum Interview mit Blaudzun
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