Bewertung
Harris, Charlaine

Vampire bevorzugt

Auch im fünften Band hat die gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhouse mal wieder alle Hand voll zu tun mit den übernatürlichen Geschöpfen der Welt. Und die Liebe macht ihr auch noch Probleme…

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Inhalt

Nachdem der Vampirsheriff Eric im 4. Buch "Der Vampir, der mich liebte" sein Gedächtnis wieder erlangt hat, will er unter allen Umständen davon erfahren, was zwischen Sookie und ihm geschehen ist. Natürlich verrät sie es ihm nicht so leicht, denn sonst würde sie ihm mit diesem Wissen eine ungeheure Macht über sich verleihen. Allerdings ist der uralte Vampir mit allen Wassern gewaschen und Sookie muss bei ihrem Vorhaben, nichts zu verraten, ziemlich gerissen sein.

Aber Eric ist leider nicht Sookies einziges Problem, denn wie üblich macht Jason ihr zu schaffen. Er verwandelt sich neuerdings bei Vollmond in einen Werpanther. Ausgerechnet da taucht auch noch ein Serienmörder auf, der es auf die Gestaltwandler und Werwölfe der Gegend abgesehen hat. Daraufhin verdächtigt die Gemeinde der Werpanther natürlich Jason, der nur unfreiwillig zu einem von ihnen wurde. Doch wie immer glaubt Sookie wieder an die Unschuld ihres Bruders und muss das auch beweisen.

Außerdem steht Sookies Liebesleben mal wieder völlig auf dem Kopf – viele Männer interessieren sich für Sookie. Allerdings sind es alle keine menschlichen Männer…

Kritik

Jedes Mal, wenn ich mir eins dieser Bücher kaufe, komme ich mir vor, wie ein kleines Mädchen. Allerdings hat im Vergleich zu Band vier das Glitzer ziemlich nachgelassen und auch auf den nachfolgenden Büchern ist es nicht mehr so stark vorhanden. Sollte es einem immer noch peinlich sein, mit dem Buch in der Hand gesehen zu werden, sollte man sich eine Ausrede überlegen. Denn lesen sollten Vampir-Freaks, Fantasy-Fans und Neugierige das Buch auf jeden Fall.

Was für einige Leser störend sein könnte, ist das Hin- und Her von Sookies Liebesbeziehung. Sie kann sich nicht zwischen Bill, Eric, Sam oder Alcide entscheiden und es scheint, als wäre sie jedem der Männer verfallen. Aber kann man ihr das wirklich übel nehmen? Wer kann denn schon vier hinreißenden - wenn auch nicht menschlichen - Männern so einfach widerstehen, wenn jeder auf seine Art zu einem passen würde? Ist es da nicht normal, Entscheidungsschwierigkeiten zu haben? Mir als Leser ist es selbst so gegangen, dass ich ihr mal Bill an die Seite wünschte, dann mal wieder Sam.

Besonders gut gefiel mir, dass der Leser ein bisschen mehr Einblick in das Leben der Wergeschöpfe bekommt. Über Jason erfährt der Leser mehr von dem Leben der Werpanther. Als der Leitwolf der Werwölfe stirbt, ist Sookie bei der Wahl des neuen Anführers dabei und lernt all die Intrigen kennen, die bei einer solchen Wahl von statten gehen.

Interessant war es auch, zu erleben, wie Eric mit dem Gedächtnisverlust umgeht. Denn an die Zeit bei Sookie kann sich der Sheriff nicht mehr erinnern. Und ein wirklich frustrierter Eric ist für den Leser ziemlich unterhaltsam.

Fazit

Abgesehen von Sookies Liebesproblemen (und dem Cover) lässt sich nicht viel kritisieren. Die Geschichte mit ihren spannenden, romantischen, lustigen oder traurigen Momenten ist gut erzählt und bringt den Leser dazu, weiterlesen zu wollen. Und so kann man einfach nur Booklist zustimmen, die auf dem Buchrücken folgendermaßen zitiert werden: "Diese Vampirserie gehört zu den besten des Genres."

Zur Rezension von Band 1 "Vorübergehend tot"
Zur Rezension von Band 2 "Untot in Dallas"
Zur Rezension von Band 3 "Club Dead"
Zur Rezension von Band 4 "Der Vampir, der mich liebte"
Zur Rezension von Band 6 "Ball der Vampire"
Zur Rezension von Band 7 "Vampire schlafen fest"
Zur Rezension von Band 8 "Ein Vampir für alle Fälle"
Zur Rezension von Band 9 "Vampirgeflüster"
Zur Rezension von Band 10 "Vor Vampiren wird gewarnt"

Ceren K. - myFanbase
14.05.2009

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