Bewertung: 8
Brown, Dan

Diabolus

Wer überwacht die Wächter?

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Inhalt

Susan Fletcher ist Chefin der kryptographischen Abteilung der NSA, der National Security Agency, einer Institution, die sich der nationalen Sicherheit der USA widmet und sich mit der Dechiffrierung von Nachrichten befasst. Dazu bedient sich die NSA einer geheimen Maschine, den "TRANSLTR", der in kürzester Zeit alle verschlüsselten Nachrichten knacken und somit Terroristen, Drogendealer etc. aufspüren kann. Nun hat aber ein ehemaliger Arbeiter der NSA, Ensei Tankado, den ultimativen Code namens Diabolus entwickelt, den nicht einmal der TRANSLTR knacken kann und Tankado droht der NSA, diesen Code zu veröffentlichen, wenn die NSA der Welt nicht offenbart, dass sie den TRANSLTR haben. Damit dies nicht passiert, setzt die NSA alle Hebel in Bewegung, um ein Desaster zu verhindern, dass die Sicherheit der USA aufs höchste gefährden würde.

Kritik

Es wird viel von Diabolus erwartet, denn nach den Bestsellern "Illuminati", "Meteor" und "Sakrileg" von Dan Brown, ist der Erfolg bei diesem Buch schon vorprogrammiert. Und die Leser werden erwartungsgemäß auch diesmal nicht enttäuscht.

Wie seine Vorgänger hat "Diabolus" eine Reihe von Überraschungsmomenten und unerwarteten Wendungen auf Lager. Der Leser wird also immer wieder aufs Neue überrascht oder manchmal geschockt und genau das ist das Erfolgsrezept von "Diabolus". Die Handlung ist nicht zu erraten und somit hält die Spannung durchgehend an. Durch die verschiedenen Handlungsstränge und Charaktere kommt zusätzlich Abwechslung in den Thriller. Aber nicht nur mit Spannung kann "Diabolus" punkten, sondern auch mit actionreichen, humorvollen und amüsanten Passagen. So wird der Leser durch rasante Verfolgungsjagden quer durch Spanien sowie auch durch witzige Szenen geführt.

Der Schreibstil von Dan Brown ist sehr angenehm zu lesen, da erstens das Buch in viele, kurze Kapitel aufgeteilt ist und zweitens die technischen Details so erklärt sind, dass man der Story problemlos folgen kann. Wer aber nicht so interessiert in Wissenschaft und Technik ist, dem wird das Buch an einigen Stellen etwas langatmig vorkommen.

Außerdem bekommt man bei Diabolus einen interessanten Einblick in die NSA und in das Leben eines Kryptographen bzw. "Codeknacker". Ferner ist man sogar gegen Ende des Buches hin live dabei, wie ein Code Schritt für Schritt versucht wird, zu entschlüsseln. "Diabolus" wirft aber auch viele Fragen auf, so setzt man sich zum Beispiel damit auseinander, wie weit in die Privatsphäre der Leute eingedrungen werden darf.

Am meisten überzeugen konnte Dan Brown aber durch das überraschende und Nerven auftreibende Ende, mit dem wohl keiner gerechnet hätte. Deshalb sind die letzten Kapitel für mich die besten und gleichzeitig die spannendsten Kapitel von "Diabolus".

Fazit

Alles in allem ist "Diabolus" ein interessantes und spannendes Buch, auch wenn mir "Illuminati" und "Sakrileg" etwas besser gefallen haben. Trotzdem ist "Diabolus" natürlich absolut empfehlenswert!

Tanya Sarikaya - myFanbase
16.09.2008

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