Bewertung: 7
Christian Volckman

Renaissance

Live forever or die trying.

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Inhalt

Paris. Wir schreiben das Jahr 2054. Der mächtige Großkonzern Avalon, der sein Geschäft mit auf Gentechnologie basierenden Operationen macht, hat die französische Hauptstadt mit seinen Videokameras völlig unter Kontrolle. Während der Konzern immerwährende Schönheit, Jugend und Gesundheit verspricht, herrscht auf den Straßen von Paris die Kriminalität. In dieser Welt voller Kontraste arbeitet der Cop Barthélémy Karas, ein ausgezeichneter, knallharter Polizist.

Als eine der besten Wissenschaftlerinnen von Avalon, Ilona Tasuiev, entführt wird, beginnt eine fieberhafte Suche nach der jungen Frau. Karas wird auf den Fall angesetzt und soll sie Avalon zurückbringen - doch bei seinen Nachforschungen, stößt Karas nicht nur auf Ilonas hübsche Schwester Bislane, sondern auch auf ein Geheimnis, das die Welt verändern könnte…

Kritik

Als "Renaissance" im Jahr 2006 auf den Markt kam, zog man gleich einmal ein paar Vergleiche: "Sin City" war aufgrund der Schwarz-Weiß-Technik der erste Film, der genannt wurde, auch Titel wie "Blade Runner" oder "Metropolis" fielen. Doch "Renaissance" zu vergleichen, macht wenig Sinn: der Film bietet eine noch nie zuvor da gewesene Grafik, die es allein schon wert ist, sich den Film anzusehen.

Zugegeben, an den schlichtweg genialen Schwarz-Weiß-Comic von "Sin City" kommt "Renaissance" nicht ran, doch – Moment mal, wollten wir das mit dem Vergleichen nicht lassen? Nun ja, "Renaissance" versucht es gar nicht, mit "Sin City" Konkurrenz aufzunehmen, denn im Gegensatz zu "Sin City" ist dieses französische Werk komplett computeranimiert. Es gibt keine Schauspieler, nur Computerfiguren. Diese jedoch wirken so unglaublich echt, dass man schnell von ihnen in den Bann gezogen wird. Die Grafik, die ein bisschen an das Computerspiel "Max Payne" erinnert, ist atemberaubend und gibt dem ganzen Film einen gewissen Flair.

Besonders beeindruckend sind die Spiele mit Licht und Schatten sowie der äußerst gut gelungene Schnitt und die Perspektivenwechsel. Es ist unglaublich, was man aus Schwarz und Weiß alles machen kann, besonders wenn man bedenkt, wie stark vereinfacht die Konturen hier sind. Wenn die "Kamera" über dem futuristischen Paris schwebt, vorbei am Eiffelturm oder Notre Dame, macht es einfach Spaß, zuzusehen.

"Renaissance" besticht also vor allem durch seine Grafik, nicht unbedingt durch seine Story. Mit Protagonist Karas, der in der englischen Fassung übrigens von Daniel Craig gesprochen wird, haben wir zwar einen durchaus interessanten Charakter, aber der Plot an sich ist nichts außergewöhnliches – dennoch ist er gut genug konzipiert, damit man als Zuschauer mitdenken muss. Das wird vor allem dadurch erzielt, dass man oft von Szene zu Szene springt und einfach in Situationen hineingeworfen wird – so hält Regisseur Christian Volckman den Zuschauer gut auf Trab.

Letztlich stellt die Story des Films nebenbei sogar eine entscheidende Frage an den Zuschauer: Wäre die Unsterblichkeit etwas Gutes oder etwas Schlechtes für den Menschen? "Ohne den Tod ist das Leben bedeutungslos," heißt es an einer Stelle. Ein Hauch von Philosophie in einem ansonsten sehr actiongeladenen Werk.

Fazit

Mit einer fantastischen Grafik und einer durchschnittlichen Story hat das französische Team rund um Christian Volckman einen sehr unterhaltsamen Film kreiert, der Spaß macht. Die Verschmelzung von Animation und Action ist äußerst gut gelungen. Sehenswert!

Maria Gruber - myFanbase
15.03.2007

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