Bewertung: 5
Stefan Schwartz

Ein Trauzeuge zum Verlieben

Was tut man, wenn man sich verliebt, die Person seiner Träume allerdings schon vergeben ist? Noch schlimmer, sie ist kurz davor, zu heiraten? Genau vor diesem Problem steht Olly und er ist zwiegespalten, ob er auf sein Gefühl oder seinen Verstand hören soll.

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Inhalt

Diese romantische Komödie handelt von Olly, dem jungen Autor, der nach seinem Uniabschluss scheinbar eine steile Karriere vor sich hat. Doch nur scheinbar, nachdem er gut gestartet ist und einem Verleger die ersten beiden Kapitel seines ersten Romans vorlegt, scheint sich der Steilflug zum Absturz zu wenden. Er bekommt einen hohen Vorschuss und verprasst das Geld, ohne mit seinem Buch voran zu kommen. Olly hat eine Schreibblockade.

Nachdem seine Wohnung und all sein Hab und Gut gepfändet wird, sieht sich Olly gezwungen, einen verhassten Job in einem Verlagshaus anzunehmen und bei seinem alten Freund Murray einzuziehen, der ihm bereitwillig ein Zimmer in seiner Wohnung überlässt.

Eines Tages wird Olly überraschend von seinem alten Freund James, den er seit dem Studium nicht mehr gesehen hat, zu seiner Verlobungsfeier eingeladen. Es stellt sich heraus, dass er der Trauzeuge sein soll und als er auf der Feier die hübsche Sarah kennen lernt, erklärt er sich schnell bereit dazu. Kurz darauf stellt sich heraus, dass Sarah James' Verlobte ist. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und durch Murrays Hilfe findet Olly bald heraus, dass James seine Sarah betrügt. Ist dies Ollys Chance, sein Liebesglück zu finden oder kann er die Hochzeit doch nicht verhindern?

Kritik

Wie so oft kann man sich bereits bei dem Titel des Filmes denken, worauf es hinausläuft. Vor allem dann, wenn es schon gleich mit der Verlobungsfeier losgeht. Dass am Ende alles gut wird, Olly und Sarah ein Paar werden und ihre Hochzeit mit James verhindert wird, ist zu voraussehbar. Und gerade dieser Teil zieht dem Film einige Punkte ab.

Die Charaktere haben mir hingegen gut gefallen. Olly war durch seine Tollpatschigkeit unheimlich sympathisch und man hat gehofft, dass er irgendwann wieder dazu in der Lage ist, zu schreiben und vor allem auch, dass er seine große Liebe Sarah bekommt. Sein bester Freund Murray ist auch ein sehr interessanter und vor allem lustiger Charakter. Seth Green war dafür die ideale Besetzung, um den etwas kindischen aber auch einfallsreichen Murray zu spielen. Auch Amy Smart in der Rolle der Sarah Barker oder Steve John Shepherd als James waren überzeugend. Alles in allem bleibt aber zu sagen, dass sie alle vielleicht auch etwas zu sehr überzeichnet waren. Einige Reaktionen oder Handlungen waren einfach zu voraussehbar.

Ein weiteres Minus waren meiner Meinung nach die Kameraeinstellungen. Oft wirkte das Ganze etwas unprofessionell. Andererseits wurden einige wichtige und schöne Momente auch wieder gut und stimmungsvoll eingefangen.

Fazit

Bei "Ein Trauzeuge zum Verlieben" handelt es sich um keinen besonders guten Film, aber als absolut schlecht würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Er hat seine Längen und an einigen Stellen ist er einfach zu voraussehbar. Zwischendurch kommen aber auch immer wieder sehr lustige Szenen vor allem durch Ollys Tollpatschigkeit oder Murrays Ideen, um James eins auszuwischen. Alles in allem also kein Muss, aber auch keine reine Zeitverschwendung.

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Catherine Bühnsack - myFanbase
27.02.2007

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