Bewertung: 4
Jon Wright

Robot Overlords - Herrschaft der Maschinen

Es gibt nur eine Regel. Verlasst nicht euer Haus.

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Inhalt

Vor drei Jahren wurde die Welt von Robotern angegriffen und innerhalb von elf Tagen überwältigt. Die Menschen leben nun unter der Roboterherrschaft, die angeblich lediglich ein paar Experimente machen will, um Erkenntnisse zu gewinnen und dann wieder zu gehen. Das Leben ist allerdings nicht wirklich lebenswert. Man darf sein Haus nicht unerlaubt verlassen, sonst wird man sofort gestellt, weil ein Implantat das Vergehen registriert.

Als ein paar Kinder, unter anderem Shawn, Sohn von Kate (Gillian Anderson), durch Zufall eine Möglichkeit finden, das Implantat abzuschalten und dadurch auf die Straße kommen, scheint man eine Möglichkeit gefunden zu haben, das Leben wieder zu ändern. Der Widerstand bekommt also zarte Hoffnungen, um sich gegen die Roboter zu wehren. Kate ist derweil mit dem Leiter der Einheit ihrer Region zusammen, der für die Umsetzung der Regeln der Roboter arbeitet und behauptet, dass Kates Ehemann, ein wichtiger Teil des Widerstandes, gestorben sei. Kates Sohn Sean will das aber nicht glauben.

Kritik

Ich bin ein Fan von Weltuntergangsszenarien und so hat mich ein Film, der sich einer Welt widmet, in der Roboter die Herrschaft über die Menschheit übernommen hat, gleich interessiert. Dass darin auch noch Gillian Anderson ("Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI") mitspielt, war dann ein weiterer Grund, sich die Zeit für diesen Film zu nehmen. Wirklich gelohnt hat sich das aber nicht, was vielleicht auch daran liegen mag, dass ich doch etwas anderes erwartet habe.

Dem Film fehlt es leider an einer klaren Linie. Er ist nicht auf Action aus (Will Smith spielt ja auch nicht mit), er ist aber auch nicht auf eine tiefe Reflexion der Situation aus (das habe ich bei "Outer Limits" immer sehr gemocht). Auch ist es nicht wirklich ausgearbeitet, wie sich die Menschheit nun von den Robotern absetzt. Nur das Leben ist viel zu eingeschränkt, aber dafür hätte es nun wirklich keine Roboter gebraucht. Es fehlt also von allem etwas und so plätschert der Film einfach nur vor sich hin. Man fiebert nicht wirklich mit den Kindern mit, als sie fliehen, man hängt auch nicht an der Geschichte von Kate. Überhaupt enttäuscht Gillian Anderson. Während man sich an ihren Rollen wie beispielsweise in "Bleak House" erfreute, fragt man sich hier schon auch, ob sie überhaupt Lust hatte, diesen Film zu drehen, oder nur jemandem einen Gefallen tun wollte. Das ist vor allem deshalb auch schade, weil es trotzdem immer wieder gute Ansätze in den Szenen gibt. Insbesondere der Jüngste, der gleich zu Beginn seinen verzweifelten Vater verliert, kann überzeugen.

Doch für einen anständigen Film reicht der gute Wille nicht. Dafür ist das Angebot an Filmen viel zu breit. Dafür fehlt es an echten Überraschungsmomenten. Dafür fehlt es in den einzelnen Szenen einfach an Tempo und Würze.

Fazit

Für einen gelungenen Videoabend reicht dieser Film leider nicht. Gute Ansätze werden immer wieder im Keim erstickt, weil es an Dynamik und Esprit fehlt. Da gibt es einfach viele Filme, die sich flexibler oder tiefsinniger mit der Problematik auseinander setzen.

Emil Groth - myFanbase
24.09.2015

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