Bewertung: 6
Vic Armstrong

Left Behind

The God my mother told me about would never do something like this.

Foto: Copyright: KSM GmbH
© KSM GmbH

Inhalt

Rayford Steele (Nicolas Cage) ist ein erfahrener Pilot, Ehemann und Vater zweier Kinder. Als es auf einem Routineflug zu unvorhersehbaren Turbulenzen kommt, bekommt er das Flugzeug nur mit größter Mühe unter Kontrolle. Doch dann stellt sich heraus, dass mehrere Passagiere spurlos verschwunden sind und nichts als ihre Kleidung und Wertsachen zurückgelassen haben. Steeles Maschine ist allerdings nicht der einzige Ort, an dem es zu einem solchen Szenario kommt auf der ganzen Welt sind Menschen verschwunden und überall bricht Chaos aus. Gemeinsam mit dem Reporter Cameron Williams (Chad Michael Murray) versucht Steele die Passagiere zu beruhigen, was schwerfällt, da niemand weiß, was eigentlich vor sich geht.

Kritik

Der Film "Left Behind" basiert auf dem ersten Teil der Bestseller-Romanreihe "Finale Die letzten Tage der Erde" der amerikanischen Schriftsteller Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins. Zunächst war ich von all den negativen Kritiken sehr abgeschreckt und habe meine Erwartungen an diesen Actionthriller komplett niedergelegt. Nachdem ich mir "Left Behind" dann angeschaut habe, konnte ich viele Kritikpunkte zwar durchaus nachvollziehen, allerdings ist mir den Grund für die extrem niedrigen Sternebewertungen doch ein Rätsel.

Schon im Jahre 2000 erschien die erste Verfilmung der Romanreihe mit Kirk Cameron in der Hauptrolle, allerdings ist der Film aus dem Jahre 2014 weitaus besser. Nicht nur, weil man heutzutage viel bessere Effekte erzeugen kann, sondern weil hier Spannung aufkommt und die Schauspieler um einiges besser zu überzeugen wissen. Auch wenn die Geschichte an sich nichts Neues ist, kann man sich "Left Behind" durchaus ansehen. Endlich kann man wieder einen Nicolas Cage sehen, der seine Rolle lebt und sich viel Mühe vor der Kamera gibt, um eine überzeugende Darstellung zu liefern. Von den meisten seiner letzten Filme konnte man das ja eher nicht behaupten. Als Pilot Rayford Steele muss Cage sich beweisen, den Passagieren an Bord Mut zusprechen und versuchen, die seltsamen Geschehnisse zu verarbeiten. Auch wenn mir der Charakter sehr gut gefallen hat, ist er dennoch nicht sehr anspruchsvoll gestaltet und bleibt leider die meiste Zeit über sehr eindimensional und flach. Aber immerhin muss man sagen, dass es in kleinen Schritten wieder bergauf für Nicolas Cage geht und ich hoffe sehr, ihn in Zukunft wieder in wirklich herausragenden Filmen zu sehen.

Ein wenig verwundert war ich über die Tatsache, dass Chad Michael Murray eine Rolle in "Left Behind" ergattert hat. Seit Ewigkeiten habe ich nichts von ihm gehört und war eigentlich der Meinung, er sei von der Bildfläche verschwunden. Doch scheinbar ist der Hollywood-Schönling aus "One Tree Hill" nun wieder am Start. Er verkörpert den Reporter Cameron Williams, der sich an Bord des Flugzeuges von Ray befindet. Als plötzlich zahlreiche Passagiere verschwinden, bleibt er ruhig und das einzige, woran er denkt, ist, alles auf Band zu kriegen. Mir persönlich hat dieser Aspekt nicht wirklich gefallen, da dies doch sehr unrealistisch wirkt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden auf der Welt gibt, der komplett gelassen reagiert, wenn plötzlich jemand neben einem spurlos verschwindet. Murrays Rolle kann daher nur wenig überzeugend.

Besonders hervorzuheben sind die Effekte, die wirklich grandios sind und die Ereignisse sehr glaubhaft gemacht haben. Ebenso interessant ist der Aspekt, dass man das "Ende der Welt" aus zwei verschiedenen Perspektiven erlebt. Ray, der sich in der Luft befindet, als die Menschen verschwinden, und aus der Sicht seiner Tochter Chloe (Cassi Thomson), die sich auf der Erde befindet.

Fazit

Alles in allem ist "Left Behind" durchaus sehenswert, allerdings nicht sehr originell. Ein netter Film für Zwischendurch, aber großartiges Popcorn-Kino findet man nicht vor.

Sanny Binder - myFanbase
27.11.2014

Diskussion zu diesem Film