Bewertung: 7
Simon West

Expendables 2, The

Trench: "I'll be back!"
Church: "You've been back enough! I'll be back!"
Trench: "..."

Foto: Copyright: 2012 Twentieth Century Fox
© 2012 Twentieth Century Fox

Inhalt

Barney Ross (Sylvester Stallone) und sein Team, welches aus dem Messerkünstler Lee Christmas (Jason Statham), Martial-Arts Künstler Yin Yang (Jet Li), Waffenexperte Hale Caesar (Terry Crews), Zerstörer Toll Road (Randy Couture) und dem Schweden Gunner Jensen (Dolph Lundgren) besteht, hat sich zu seiner Unterstützung den ehemaligen Navy-Seal Bill (Liam Hemsworth) geholt, der ein herausragender Scharfschütze ist. Erneut taucht Mr. Church (Bruce Willis) auf und bittet Barney um einen Gefallen, den er ihm noch schuldig ist. Sein Team soll sich mit Maggie (Nan Yu) auf den Weg zu einem abgestürzten Flugzeug machen, um eine Datei mit explosivem Inhalt sicherzustellen. Zunächst verläuft bei dieser Mission alles nach Plan, doch werden sie von einem Bösewicht (Jean-Claude Van Damme) aufgehalten. Dieser verlangt zunächst die Herausgabe der Daten, was das Team gezwungenermaßen tun muss. Kurz bevor sich die Wege zwischen dem Team von Barney Ross und dem ihres Feindes trennen, wird einer der Expendables getötet. Diese Tat verlangt in den Augen von Barney Rache, und er unternimmt alles, um seinen Feind aufzuspüren und zu töten. Dabei spielt die Zeit gegen sie, denn ihr Feind ist dabei, Plutonium aus einer Mine der Sowjets zu stehlen.

Kritik

Es war schon im ersten Teil eine große Überraschung, dass beispielsweise Arnold Schwarzenegger im Film mitgespielt hat, doch mit der Fortsetzung musste Sylvester Stallone natürlich noch einmal gewaltig auftrumpfen. Er hat es nicht nur geschafft, Walker, den Texas Ranger und in der Jugend allgemein gebräuchlichen Helden für alles, Chuck Norris, nach jahrelanger Abstinenz von der Film- und Fernsehlandschaft wieder vor die Kamera zu bringen, sondern konnte auch Jean-Claude Van Damme überreden, dieses eine Mal mitzuspielen. Für den ersten Film erntete er von Van Damme noch eine Absage, weshalb Dolph Lundgren in den Kader kam. Doch dieses Mal erscheint er als recht erfolgreicher Bösewicht. Dabei fehlt im Grunde nur noch einer in diesem Kreis, und zwar Steven Seagal. Diese Überlegung und auch weitere Kultgestalten, werden aber wohl erst im dritten Teil beantwortet. Dieser ist im Übrigen schon in der Planungsphase.

Der Film beginnt, wie könnte es anders sein, mit einer geballten Ladung Action und extrem harten Bildern. Das Team steuert mit drei gepanzerten Fahrzeugen auf ein Hauptquartier zu, und tötet dabei alles, was sich nicht in ihren Fahrzeugen befindet. Dass dabei immer wieder Menschen in mehrere Teile zerstückelt werden, gehört wohl zu den Expendables genauso dazu, wie die exzellent ausgearbeiteten Fertigkeiten jedes einzelnen Mitglieds. Diese extreme Härte konnte schon im ersten Teil beobachtet werden, nur dieses eine Mal scheint es eine Nummer größer auszufallen. Dies liegt aber wohl auch daran, dass Sylvester Stallone die Rolle des Regisseurs abgelegt und sie Simon West ("The Mechanic") übergeben hat. Die Unterschiede zwischen den beiden Regisseuren sind deutlich bemerkbar. In Simon Wests Interpretation der Expendables ist alles rasanter und unnatürlicher. Die Darsteller tauchen zudem in einer Sekunde auf, und in der nächsten sind sie nicht mehr zu sehen, tauchen dann aber an anderer Stelle wieder auf, obwohl sie dort nicht sein könnten. Die Logik scheint hier ein Tabu zu sein, was dem Filmgenuss insgesamt aber wenig schadet.

Auch wurde wenig Wert auf die Charaktergestaltung gelegt. War sie im ersten Teil noch spürbar, wurde sie hier gänzlich ausgeschlossen. Dadurch kommen alle Expendables irgendwie zu kurz. Insbesondere sieht der Zuschauer von Jet Li, alias Yin Yang, nach den ersten acht Minuten nichts mehr. Diese kurze Verweildauer trifft auch auf andere Darsteller zu. Unter anderem auf Chuck Norris' Einsatz waren viele Fans sehr gespannt. Dieser taucht dann mit einem genial in Szene gesetztem Knall auf, verschwindet aber wieder sehr leise, so als ob nichts gewesen wäre. In der kurzen Zeit ist seine Anwesenheit aber sehr humorvoll gestaltet worden, weshalb auch dieser Umstand den Machern verziehen werden kann.

Fazit

Der simple und teilweise trockene Humor ist eines der vielen kleinen Dinge, die diesen Film sehenswert machen. In Kombination mit den gezeigten Schießereien, den tollen Kampfszenen unter anderem von Van Damme, Statham und Li, und dem Anspruch, keine Ansprüche zu stellen, ist daraus wieder einmal ein actionreiches Kinoerlebnis geworden, das das Herz eines jeden Actionenthusiasten höher schlagen lässt.

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Ignat Kress - myFanbase
14.08.2012

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