Bewertung: 3
Jonathan Liebesman

World Invasion: Battle Los Angeles

Die Welt befindet sich im Krieg.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
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Inhalt

Außerirdische greifen die Erde an. Der erfahrene, jedoch ausgebrannte Staff Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart) wird der Einheit des unerfahrenen Lieutenants William Martinez (Ramon Rodriguez) zugeteilt, die im hart umkämpften Los Angeles eine Gruppe von Zivilisten retten soll. Der Kampf gegen die technologisch überlegenen Invasoren aus dem All wird zur härtesten Bewährungsprobe für die Soldaten, die trotz der scheinbar aussichtslosen Lage nicht bereit sind, aufzugeben.

Kritik

Wenn der Abspann von "World Invasion: Battle Los Angeles" zu rollen beginnt, weiß man nicht so recht, ob man gerade wirklich einen Film oder nicht doch eher den überlangen Trailer eines neuen Videospiels gesehen hat. "World Invasion: Battle Los Angeles" ist ein einziges Schlachtgetümmel mit lauten Geräuschen und hektischen Bildern, das sinnlos an den Zuschauern vorbeirauscht.

Die halbherzigen Versuche, ein wenig Tiefe hineinzubringen und die Zuschauer emotional an die Charaktere zu binden, scheitern kläglich, einerseits daran, dass alle Figuren stereotypisch gestaltet sind und die gängigen Kriegsfilmklischees bedienen (der ausgebrannte Veteran, der unerfahrene Vorgesetzte ...), aber vor allem an der Tatsache, dass man im überreizten Schlachtgetümmel ohnehin ständig den Überblick verliert und sehr oft nicht mitbekommt, wer da gerade getötet wurde.

Damit die Soldaten auch brav ihr Leben aufs Spiel setzen und solche unwichtigen Kleinigkeiten wie Todesangst, Erschöpfung, Hunger und Durst komplett vergessen, ja sogar jede Gelegenheit für ein bisschen Pause dankend ablehnen, genügen hohle Phrasen wie "Marines geben niemals auf!". Nicht nur auf eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg wird somit verzichtet, auch aus dem Umstand, dass die Aliens gekommen sind, um unsere Rohstoffe zu plündern, wird rein gar nichts gemacht, obwohl dies doch einige Möglichkeiten zu kritischen Anspielungen auf umweltpolitische Fragen geboten hätte.

Die Darsteller sind in diesem chaotischen Schlachtgetöse vollkommen unterfordert. Besonders zeigt sich dies an Bridget Moynahan, die als Zivilistin Michele hauptsächlich damit beschäftigt ist, in Deckung zu gehen. Diesen Part hätte man besser mit einer unbekannten Mimin besetzen sollen, damit gar nicht erst die Hoffnung auf einen interessanten Auftritt aufgekommen wäre.

Fazit

Viel hektische Ballerei, wenig Hirn und Herz, das bietet "World Invasion: Battle Los Angeles". Auf weitere Variationen wie "World Invasion: Battle New York" oder "World Invasion: Battle Las Vegas" kann ich getrost verzichten.

Maret Hosemann - myFanbase
23.12.2011

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