Bewertung: 1
David R. Ellis

Shark Night 3D

"Go Maya, swim Maya!"

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Inhalt

Eine Gruppe von Studenten möchte ihre Sommerpause auf einer beschaulichen Insel der Eltern von Sara (Sara Paxton) verbringen. Der Aufenthalt scheint unproblematisch zu verlaufen. Selbst der alte Sheriff Sabin (Donal Logue) patrouilliert noch die Gegend. Nach einer kurzen Einlebphase begeben sie sich ins Wasser, wo es kurzerhand zu einem Vorfall kommt, bei dem Malik (Sinqua Walls) einen Arm verliert. Ihre Mobiltelefone funktionieren in dieser Gegend nicht, und ein Rettungsversuch misslingt. Glücklicherweise kommt im richtigen Augenblick Saras Ex-Freund Dennis (Chris Carmack) vorbei. Durch ihn glauben sie, in Sicherheit zu sein. Was sich jedoch als Irrtum erweisen soll...

Kritik

Alle Jahre wieder. So scheint das Motto US-amerikanscher Produktionsfirmen zu lauten, wenn es darum geht, den dämlichsten 3D-Film aller Zeiten zu schaffen. Letztes Jahr gelang das noch relativ gut mit "Piranha 3D", nur aus einem einfachen Grund: Sex sells. Konnte der Zuschauer damals noch Fishes with boobies sehen, und auch sonst viel nackte Haut, wird dies einem in "Shark Knight 3D" völlig verwehrt. Vermutlich wollten das die Darsteller nicht, könnte es doch ihrer Karriere schaden.

Dabei kann diesem Film nicht einmal der Faktor Trash zugesprochen werden, denn selbst Trash ist um einiges interessanter als das, was einem hier geboten wird. Neben den wohl schlechtesten Dialogen und den wahnwitzigsten Logikfehlern begeistert einen der Film besonders durch das hanebüchene Drehbuch, das von zwei blutigen Anfängern geschrieben, und letztlich von "Snakes On a Plane"-Macher David R. Ellis in Szene gesetzt wurde. Dieser scheint in visueller Hinsicht noch in den 70er Jahren zu leben, denn seine Haie sehen nur minder besser aus als beim weißen Hai von 1975. Ein trauriger Anblick, könnte man meinen. Zu Unrecht, denn unter Anbetracht der Tatsache, was die Haie in "Shark Knight 3D" alles vollbringen können, wird es wieder faszinierend.

Am Schluss bleibt immerhin ein kleiner Trost. Mit einem Gläschen zu viel wird dieser Film erträglich und ein Gesellschaft förderndes Mittel, sich näher zu kommen. Auch die Rap-Einlage aller Darsteller am Ende des Abspanns ist sehr amüsant. Dennoch bleibt einem das Bild im Kopf, dass der Mann mit abgebissenem Arm diesen Arm die ganze Zeit unter seinem Pullover versteckt hat.

Fazit

3D-Kino in seiner jetzigen Form war noch nie notwendig, und wenn nur solche Filme dafür produziert werden erst recht nicht.

Ignat Kress - myFanbase
29.11.2011

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