Bewertung: 5
Samuel Bayer

A Nightmare on Elm Street

"Eins, zwei, rate, wer kommt vorbei!"

Foto: Copyright: 2010 Warner Bros. Ent.
© 2010 Warner Bros. Ent.

Inhalt

Ein tragischer Vorfall in einem Schnellrestaurant bringt Chris Fowles (Katie Cassidy) dazu, über ihre Zeit als Kind nachzudenken. Was ist geschehen, dass sich ein Freund von ihr, welcher tagelang nicht schlafen konnte, sich plötzlich ein Messer in den Hals rammte, und sich die Kehle durchschnitt? Nach und nach kommen alte Erinnerungen zum Vorschein, und zum ersten Mal trifft sie auf einen entstellten Mann, welcher vier rasiermesserscharfe Klingen an der Hand hat. Jedoch nicht in der Realität, sondern in ihren Träumen, aus denen sie sich immer schwerer befreien kann.

Auf ihrer Suche nach Antworten stellt sich heraus, dass sie nicht die Einzige ist, die von diesem Mann träumt, sondern dass es eine Menge anderer Jugendlicher auch tun. Unter anderem ihr Ex-Freund Jesse Braun (Thomas Dekker). Um dem schrecklichen Mann zu entkommen, versuchen sie sich gegenseitig wach zu halten, doch dies fällt ihnen nicht immer leicht. Irgendwann sind sie so erschöpft, dass sie nicht mehr wissen, was Traum und was Wirklichkeit ist. Bis sie auf ihn treffen: Freddy Krueger.

Kritik

Er ist wieder da - und er reißt eine gewaltige Lücke zwischen dem Original und der Neufassung von "A Nightmare on Elm Street" auf. Die Machart und auch Freddy sehen nun ganz anders aus. Nicht nur, dass jetzt wieder mehr Wert auf Blut gelegt wird als auf Horror, sondern auch, dass Original-Krueger Robert Englund nicht mitspielen wollte, verändert den Kultmörder gewaltig.

Freddy bekommt also ein neues Gesicht verpasst, und zwar von Schauspieler Jackie Earle Haley, welcher sich extrem anstrengen musste, um seiner Rolle gerecht werden zu können. Schließlich besitzt die Freddy-Krueger-Filmreihe eine gewaltige Fangemeinschaft. Im Grunde spielte er die Rolle von Krueger so gut er nur konnte, doch wirklich schauderhaft wirkte er dennoch nie. Die Boshaftigkeit und Frustration des Charakters konnte er selten gut darstellen, einzig und allein die Angst vor dem Tod wirkte glaubhaft. Dadurch lässt sich im Grunde sagen, dass man lieber bei Englund geblieben wäre. Doch wie gesagt, er wollte ja nicht, was wohl die richtige Entscheidung war.

Der Film bietet nämlich nicht viel mehr, als ein bisschen Gewalt, eine heiße, fast wie ein Model aussehende Teilprotagonistin sowie einige blass wirkende Jungschauspieler, die in ihren Rollen mehr gequetscht als richtig integriert wurden. Eigenkreation war wohl genauso wenig erwünscht wie selbstständiges Schauspielen. Ein reines Marionettenschauspiel zweiter Klasse, was da einem geboten wird. Aber das nur von den Schauspielern. Schade eigentlich, dass man da Katie Cassidy schon gleich zu Anfang verpulvern, ich meine, zerreißen musste. Sie war der einzige Lichtblick, wenn auch nur rein oberflächlich betrachtet, den der Film bieten konnte.

An sich wurden die Schockmomente gut eingebaut, daher ein kleines Lob an die Cutter des Filmes, aber das war es dann auch schon. Die kurzen Rückblenden machten den Film am Ende zudem nicht spannender, sondern uninteressanter. Das Mysterium Krueger wird schnell und stümperhaft erklärt, und die Psyche blieb auf der Strecke.

Fazit

Ein mittelmäßiger Horrorfilm, der mehr Splatter als Horror geworden ist.

Ignat Kress - myFanbase
08.06.2010

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