Bewertung: 8
Scott Mann

Tournament, The - Battle Royale unter Killern

A battle royale between 30 of the world's deadliest assassins!

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Inhalt

Der brutalste Wettkampf der Welt steht an und hat nur eine Regel: Es kann nur einen Überlebenden geben. Alle sieben Jahre treten die 30 besten internationalen Auftragsmörder gegeneinander an. Dieses Jahr haben sich die Regeln verschärft: Innerhalb von 24 Stunden müssen sie sich gegenseitig töten, sodass es nur einen Überlebenden gibt, ansonsten sterben alle Übriggebliebenen mittels der implantierten Ortungssender.

Kritik

Man überfordert den Zuschauer definitiv nicht mit tief greifenden Storylines, ausgefeilten und vielschichtigen Charakteren oder gar einem moralisch angehauchten Subtext. Nein, die Story ist simpel, die Charaktere einfach gestrickt und der Fokus liegt allein auf der Action.

Und davon hat der Film jede Menge. "The Tournament" reiht sich damit in die Riege von Filmen wie "Smokin' Aces ein und schafft es dabei die adrenalintreibende Action durch skurrile Auftragsmörder gut in Szene zu setzen. Die übertrieben, aber dennoch sehr stereotypisch gezeichneten Charaktere, wie die asiatische Auftragsmörderin Lai Lai, der texanische Psychopath oder der französische Tracteur, sind keinesfalls eine Neuerfindung in der Charakterlandschaft. Doch ihre Szenen sind allesamt sowohl choreographisch, als auch stilistisch äußerst ansprechend und die Charaktere werden konsequent dargestellt und füttern den Film mit den nötigen Actionszenen, die "The Tournament" letztlich zu einem gelungenen Popcornkino machen, sofern man keinen schwachen Magen hat und sich dementsprechend nicht von vieler sinnfreier Gewalt abschrecken lässt.

Nach langem ist "The Tournament" wieder mal ein Film, der schonungslos alles unerschrocken zeigt, was in der Trickkiste der blutigen Darstellung zu finden ist: ausgemeißelte Augen, explodierende Köpfe, aufgeplatzte Körper, herumfliegende Eingeweide... Eben alles, was man von einem Film, der sich um Auftragsmörder dreht, die sich gegenseitig ausschalten müssen, erwarten würde. Dies geschieht alles in einer enormen Geschwindigkeit, so dass man zeitweise gar nicht alles aufnehmen kann, was einem vorgesetzt wird. Man verpasst zwar nicht wirklich viel, aber dennoch würde dem Film an der einen oder anderen Stelle ein wenig Tempodrosselung ganz gut tun.

Bei so viel Action bleibt es natürlich auch nicht aus, dass der Film enorme Logiklücken mit sich bringt, was jedoch bei dem Anspruch des Films auch keinen Abbruch tut, da man wahrlich keine Logik von dem Film erwartet. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, ob die Welt wirklich alle sieben Jahre 29 der besten Auftragsmörder verliert, da diese ihre Position in der Riege verbessern wollen und an dem Turnier teilnehmen... Aber solange es keine Fortsetzung dieses Films geben soll, braucht den Zuschauer nicht zu interessieren, woher man die neuen legendären Kämpfer nehmen wird.

Fazit

Der Film spielt definitiv nach seinen eigenen Regeln und man sollte weder Logik noch Tiefgang erwarten. Dennoch verspricht er grandiose Unterhaltung auf niedrigem Niveau und kann mit seinen schonungslos blutigen Szenen voll und ganz überzeugen. Scott Mann hat einen Streifen abgeliefert, der seinen vielen Vorgängern in nichts nachsteht und mit seiner Gewaltdarstellung sicherlich viele Fans des Genres begeistern kann.

Annika Leichner - myFanbase
09.01.2010

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