Bewertung: 9
Robert Zemeckis

Cast Away - Verschollen

"Das schönste auf der Welt, ist ganz sicher die Welt selbst."

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Inhalt

Chuck Noland (Tom Hanks) ist ein leitender Angestellter des Kurierunternehmens FedEx. Absolute Pünktlichkeit, Schnelligkeit und Effizienz ist lebenswichtig für ihn und so versetzt er öfters mal seine Freundin (Helen Hunt) oder einen Zahnarzttermin. Sogar an Heiligabend verlässt er das Haus, um sich um eine wichtige Lieferung zu kümmern. Doch dann passiert es: Während des Flugs stürzt das Flugzeug mitten im Südpazifik ab und Chuck kann sich als einziger auf eine einsame Insel retten. Es beginnt ein Kampf ums Überleben, bei dem Chuck aber von seinen Lebensprinzipien und dem stressigen Alltag entkommen kann und neue Seiten entdeckt.

Kritik

Schon viel zu viele Robinsonaden haben versucht, die Abenteuer um den gestrandeten Robinson Crusoe den Zuschauern nahezubringen und noch keine Verfilmung hat mich mehr entzücken können als "Cast Away –Verschollen", ein moderner Robinson Film über einen FedEx–Angestellten, der auf einer Südseeinsel strandet.

Für einen Oscar als bester Hauptdarsteller und für einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama wurde Tom Hanks nominiert, wobei er letzteren gewinnen konnte. Meiner Meinung nach hätte er auch ruhig den Oscar gewinnen können, denn dieser Film zählt eindeutig zu einer seiner besten und seine Leistung ist phänomenal. Da sich der Film fast ausschließlich auf Hanks Charakter konzentriert, hatte er die meiste Verantwortung zu tragen. Aber er setzt Robinson Crusoe perfekt um und es macht einfach Spaß, Tom Hanks zuzuschauen.

Nun könnte man denken, dass nach einer gewissen Zeit etwas Langeweile aufkommen würde, wenn man die ganze Zeit einen einzigen Menschen auf einer einsamen Insel sehen muss. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil. Der Film ist ein packendes und spannendes Abenteuer, das vor allem durch Chucks Inselaufenthalt glänzen kann und nur mit Naturgeräuschen wie die Brandung der Wellen und starken Bildern den Zuschauer zum Schwärmen bringt. Auch ist der krasse Kontrast zur Außenwelt geglückt, denn statt Stress und Hektik ist Chuck einsamer als je zuvor. Deshalb macht er sich einen Volleyball zum besten Freund und redet mit ihm. Diese Idee ist clever gemacht, denn so erfährt man von seinem Gefühlszustand. Abwechslung und witzige Szenen gibt's inklusive. Bis zur letzten Sekunde fiebert man mit Chuck mit, vor allem bei seinem Fluchtversuch, der nervenaufreibend und spannend ist. Doch zugegeben, wer nichts von Robinsonaden und Inselabenteuern hält, wird den Film trotzdem als langweilig empfinden.

Fazit

"Cast Away – Verschollen" ist eine der besten Robinsonaden und vor allem wegen eines genialen Tom Hanks absolut sehenswert. Doch für diejenigen, die nicht viel von Inselabenteuern halten, ist der Film nicht unbedingt ein Genuss.

Tanya Sarikaya - myFanbase
27.12.2009

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