Bewertung: 4
Roland Joffé

Captivity

When You Think The Worst Has Happened... Think Worse.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Ein psychopathischer Killer mischt dem erfolgreichen Model Jennifer (Elisha Cuthbert) etwas in ihren Drink und entführt sie dann. Als sie erwacht, hat sie keine Ahnung, wo sie ist und rastet aus, woraufhin der Killer sie betäubt und foltert. Wenig später bemerkt Jennifer, dass der Killer noch jemand anderen gefangen hält. Zusammen mit Gary (Daniel Gillies) versucht sie zu fliehen, doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

Kritik

Ähnlich wie damals bei der "Scream"-Reihe ist es nun auch bei den "Saw"-Filmen: jeder versucht den Film auf irgendeine Art und Weise zu kopieren, doch kaum einem gelingt es an "Saw" heranzukommen. So auch nicht den Machern dieses Films, die sich wohl gedacht haben, dass, wenn die Zuschauer eine hübsche Hauptdarstellerin sehen, sie dann darüber hinwegsehen, wie unoriginell die Story doch ist und wie langweilig noch dazu. Bei manchen mag das vielleicht funktionieren, aber bei mir nicht. Der langweilige Anfang wäre ja noch zu verkraften, da das bei den meisten Horrorfilmen so ist, doch den ganzen Film über will einfach keine Spannung aufkommen.

Irgendwie hat man alles schonmal gesehen. Die Fallen sind alle nicht weiter spektakulär und irgendwann fängt es auch an zu nerven, wenn die Hauptdarstellerin alle fünf Minuten betäubt wird. Die einzige Falle, die mich irgendwie fasziniert hat, aber die ich gleichzeitig auch beängstigend fand, war die Sandfalle, in der Jennifer in einer Art Dusche gefangen war, die sich langsam mit Sand gefüllt hat. Ziemlich unlogisch war die Sexszene, denn wer hat noch Zeit für ein Schäferstündchen, oder hat überhaupt Lust dazu, wenn er jede Minute umgebracht werden könnte?

Kurz nach der Sexszene kommt dann die durchaus überraschende Wendung im Film, gefolgt von einem sehr ansprechenden Finale, das den Film dann aber auch nicht mehr retten kann. Immerhin ist der Film ziemlich kurz geraten, wodurch man es noch verkraften kann, dass man seine Zeit mit dem Film verschwendet hat. Die Hauptdarsteller machen ihre Sache recht ordentlich, auch wenn ich von Elisha Cuthbert mehr erwartet hätte. Zum Schluss möchte ich noch ein witziges Detail erwähnen, das mich durchaus zum Schmunzeln gebracht hat: der Killer heißt mit Nachnamen Dexter und ich denke, wir alle wissen, auf welche Serie damit angespielt wird.

Fazit

Man kann sich den Film durchaus ansehen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut. Der Film bietet nichts Neues, sondern kopiert einfach nur schlecht von anderen Horrorfilmen wie "Saw". Einzig und allein das Ende, sowie die Sandfalle machen den Film nicht zu einem totalen Reinfall.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
04.11.2008

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