Bewertung: 4
Roland Emmerich

10.000 BC

Eine Legende. Eine Schlacht. Der erste Held.

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Inhalt

Das Leben der Jagal steht vor einem Wendepunkt. Ihre natürliche Nahrungsquelle, die Mammuts, durchqueren immer seltener das Gebiet der Jagal. Die Alte Mutter (Mona Hammond) versucht mittels ihrer seherischen Gabe, die Zukunft der Jagal zu prophezeien, als das Mädchen Evolet (Camilla Belle) zum Volk der Jagal stößt. Ihr eigener Stamm wurde von Dämonen ausgelöscht.

Die Alte Mutter sieht etwas Besonderes in Evolet und glaubt an eine Rückkehr der Mammuts, die sie zum Überleben brauchen. Doch den Anführer der Jagal hat die Hoffnung verlassen, weswegen er dem Stamm den Rücken kehrt, um an anderen Orten Hilfe für sein Volk zu finden. Zurück lässt er seinen Sohn D'Leh (Steven Strait), der fortan als Außenseiter aufwachsen muss.

Als D'Leh ins Erwachsenenalter kommt, kehren tatsächlich die Mammuts zurück und es wird zur Jagd geblasen. Dem Sieger gebührt nicht nur der weiße Stab des Stammesführers, sondern auch die Hand Evolets. Für D'Leh wird es ein harter Kampf, den er jedoch mit etwas Glück und einer Lüge für sich entscheiden kann.

Leider ist es ihm nur kurze Zeit gestattet, diesen Aufstieg vom Außenseiter zum Stammesführer zu genießen, denn sein Stamm wird von dämonischen Fremden überfallen, versklavt und verschleppt. Nur wenige entkommen dem Angriff. Um Evolet und die anderen zurückzuholen, begeben sich deshalb D'Leh und ein paar andere Jäger des Stammes auf eine gefährlich Reise...

Kritik

Mit großen Erwartungen hat das Publikum dem neuesten Werk Roland Emmerichs entgegengefiebert. Überwältigend, mystisch, unglaublich und besonders eindrucksvoll waren alle seine Filme bisher. Die Messlatte war also hoch.

Leider ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Angefangen bei der plumpen Story bis hin zu überaus konstruierten Szenen und Storyverknüpfungen, kann "10,000 B.C." nicht wirklich überzeugen. Dabei waren gute Ansätze vorhanden, wie zum Beispiel die Andeutung der Fremden aus einem untergegangen Reich, die nun ganze Völker versklaven, um ein neues Imperium zu errichten. Doch dabei bleibt es auch, bei Ansätzen.

Selbst die Darstellung der einzelnen Charaktere konnte keine Wirkung entfalten. Mag sein, dass einige der Dialoge daran Schuld tragen, weil sie so gar nicht in ein Zeitalter wie das dargestellte passen. Da bleibt die schauspielerische Leistung einfach auf der Strecke.

Abgesehen von einem guten Score sind ebenso vereinzelte Szenen eine Momentaufnahme wert, doch nicht mehr. Mammutstampede, Schiffe mit roten Segeln, die über einen malerischen Horizont ziehen, ein Säbelzahntiger und ein fantastischer Dschungel mit fleischfressenden Vögeln sind die einzigen Herausforderungen und Highlights. Schade.

Fazit

Wie schon die Titanic 1912 schmerzlich erfahren musste, ist es nicht wichtig, groß angekündigt zu werden, sondern groß rauszukommen. Mal sehen, ob "10,000 B.C." auch Schiffbruch erleidet.

Andreas Duschinger - myFanbase
11.03.2008

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