Bewertung: 5
Jamie Babbit

Weil ich ein Mädchen bin

A Comedy Of Sexual Disorientation.

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Inhalt

Megan Bloomfield (Natasha Lyonne) ist eigentlich ein ganz normaler Teenager: Sie geht regelmäßig in die Kirche, hat einen tollen Freund und ist Cheerleaderin. Doch ihre Freunde und Familie machen sich große Sorgen um sie, da sie Vegetarierin ist, in ihrem Zimmer nur Poster mit Frauen hängen hat und nicht von ihrem Freund geküsst werden mag. Somit deutet alles darauf hin, dass sie lesbisch ist.

In einem "Umerziehungslager" sollen sie und die anderen Mädchen und Jungen mit Hilfe eines Fünf-Stufen-Plans zu Heteros "gemacht" werden. Die Mädchen müssen putzen und kochen, die Jungen Autos reparieren und Holz hacken. Allerdings verstärkt der enge Kontakt mit den Gleichgesinnten ihre "Neigungen" nur noch. Und auch der Sohn der Campleiterin, sowie ihr Assistent, sind nicht wirklich heterosexuell, was sie mehr oder weniger geschickt zu verstecken versuchen. Ziel der Jugendlichen ist es, die Abschlussprüfung zu bestehen, doch unglücklicherweise verliebt sich Megan in Graham (Clea DuVall), ebenfalls eine Lesbe im Camp.

Kritik

"But I'm a Cheerleader" ist eine lustige Komödie, die sich mit Vorurteilen gegenüber Homosexuellen auseinandersetzt, wie zum Beispiel dem, dass es eine Krankheit und somit heilbar ist. Genau das versucht Campleiterin Mary Brown (Cathy Moriarty), der es anscheinend jedoch noch nie gelang, einen Homosexuellen zu "heilen", denn ihr Sohn ist schwul, genauso wie die, die ihr Camp erfolgreich bestanden. Die Vorurteile, die in Amerika anscheinend sehr weit verbreitet sind, werden hier total auf die Schippe genommen.

Besonders deutlich wird das an den Kulissen. Noch bei Megan zu Hause ist alles grau und braun und trist, doch im Camp dann hat jedes Zimmer eine eigene (knallige) Farbe, wie zum Beispiel pink für die Mädchenräume und hellblau für die der Jungen.

Etwas unpassend sind jedoch die Schauspieler. Cathy Moriarty und RuPaul, der ihren schwulen Assistenten spielt, sind einfach wie gemacht für diese Rollen. Doch konnten mich Natasha Lyonne als Megan und Clea DuVall als Graham nicht wirklich überzeugen. Erstere passt genauso wenig in die Rolle der hübschen Cheerleaderin, wie in die der Lesbe. Und Clea DuVall wirkt auf mich auch nicht gerade wie die "Rebellin".

Fazit

Eine nette Komödie, die viele Vorurteile auf die Schippe nimmt. Doch an der Umsetzung hätte man noch arbeiten können.

Vivien B. - myFanbase
25.12.2007

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