Bewertung: 5
Rod Hardy

December Boys

Der erste Tag vom Rest deines Lebens.

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Inhalt

Die vier Jungs Maps (Daniel Radcliffe), Spark (Christian Byers), Misty (Lee Cormie) und Spit (James Frasier) haben zwei Dinge gemeinsam, die sie eng aneinander binden. Sie sind Waisenkinder in einem australischen Waisenhaus und sie haben im Dezember Geburtstag. Letzteres soll für sie eine Überraschung zur Folge haben. Sie dürfen den Sommer über an der Küste in einem kleinen Dorf verbringen, in das sie eingeladen wurden. Eine willkommene Abwechslung für die Jungs, die gleich auf Entdeckungsreise gehen und durch die Gegend tollen.

Eines Tages erfährt Misty, dass eine andere Familie aus dem Dorf überlegt, einen der Jungs zu adoptieren. Er zeigt von nun an ein auffällig besseres Benehmen, kommt aber nicht umhin, es den anderen schließlich auch zu erzählen. Während die drei Kleinen nun um die Gunst der Familie kämpfen, macht sich Maps als Ältester erst gar keine Hoffnungen und interessiert sich vielmehr für ein Mädchen, dass vor Ort ihren Urlaub verbringt.

Kritik

Wer hier große Unterhaltung erwartet, ist an der falschen Stelle. Der Film bedient sich keiner aufwändigen Technik, keiner billigen Klischees und keiner übertriebenen Handlung. Vielmehr will er eine Geschichte über vier Jungs erzählen, die sehr viel Pech hatten und erkennen, dass sie doch in ihrer Situation sehr glücklich sind. Dabei wird dezent mit Bildern und Musik gearbeitet und eine ruhige Stimmung kreiert, die zu einem Vier-Häuser-Dorf an der australischen Küste passt. Leider ist es dabei nicht gelungen, mit der überschaubaren Geschichte, deren wichtigste Puzzleteile man erst recht spät erfährt, einen flüssigen, kurzweiligen Film zu drehen. In vielen Passagen passiert nahezu nichts und so schön diese Idylle auch sein mag, so sind doch viele Stellen im Film langatmig und schwören einen Blick auf die Uhr herauf.

Den Schauspielern kann man das aber nicht ankreiden. Die vier Jungs bringen mit ihren Erkundungen den nötigen Elan in den Film und in das Dorf und Daniel Radcliffe ist es sogar gelungen, nicht die ganze Zeit den Harry Potter in ihm sehen zu lassen, obwohl er als Waise durchaus Parallelen hat. So mogelt sich der Film letztendlich gemächlich auf sein immerhin schönes Ende zu, ohne aber je begeistern zu können.

Fazit

Ein Film, der nicht zur Unterhaltung gedacht ist, sondern auf seine beschauliche Weise eine schöne Geschichte erzählt, die an einigen Stellen aber nicht voran kommt.

Emil Groth - myFanbase
09.10.2007

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