Bewertung: 7
Ken Kwapis

Lizenz zum Heiraten

Erst kam die Liebe dann kam Pater Frank

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Inhalt

Die Liebesgeschichte von Ben (John Krasinski) und Sadie (Mandy Moore) ist wie aus dem Bilderbuch. Kein Streit, keine Probleme. Als Sadies Eltern ihren 30. Hochzeitstag feiern, fasst sich Ben ein Herz und macht Sadie einen Antrag. Natürlich stimmt sie dem voller Freude zu, doch sie besteht darauf, dass Pater Frank (Robin Williams), ein Freund der Familie, sie trauen wird. Als Ben dem selbstverständlich zustimmt, ahnt er noch nicht, was das bedeutet. Frank hat eine Scheidungsquote, die bei null liegt, was damit zusammenhängt, dass er die Paare nicht einfach traut, sondern zunächt einer Tauglichkeitsprüfung unterzieht. Ben sieht sich plötzlich mit Situationen konfrontiert, die ihm doch einige Probleme bereiten. Ob es die Formulierung seines Schwurs ist, die beiden elektronischen Babypuppen, die in die Hosen machen, sich übergeben und einfach nicht ruhig sein wollen oder peinliche Gespräche mit Pater Frank, der sie rund um die Uhr überwacht und ein Sexverbot bis zur Trauung in drei Wochen ausgesprochen hat. Sind Sadie und Ben doch nicht für die Ehe geeignet?

Kritik

Die Story klingt natürlich mal wieder nach so einer typischen Hollywoodromanze, die man schon tausend Mal gesehen hat und die trotzdem jeder Regiesseur nochmal neu zu erfinden versucht. Inhaltlich ist man damit wirklich auf dem richtigen Dampfer, doch ist es diesem Film gelungen, sich dann doch ein wenig von der breiten Masse der Romanzen abzuheben. Das liegt natürlich weniger an Mandy Moore, die es, wie zu erwarten war, schafft, gut auszusehen, sondern schon eher an John Krasinski, dessen noch nicht so bekanntes Gesicht den leicht überforderten Ehemann in spe glaubhaft macht.

Der wesentliche Unterschied aber ist Robin Williams. Die Rolle des prüfenden Pfarrers gibt ihm die Möglichkeit, sich voll auszuleben und seine Komikerkünste in Szene zu setzen. Gemeinsam mit seinem zehnjährigen Laufburschen, der später in seine Fußstapfen treten soll, wartet der Film mit einem Duo auf, dessen Überwachungstechniken und Prüfungen viel Unterhaltung bieten und so dem Film keine Chance geben, in eine mittelmäßige Variante des Genres abzurutschen. Also lässt man sich genussvoll berieseln, findet selbst seinen Spaß an den Prüfungen und fragt sich vielleicht das ein oder andere Mal, wie man selbst in so einer Situation zurecht kommen würde.

Musikalisch gibt sich der Film dann natürlich auch keine Blöße, hebt sich aber auch nicht wirklich ab. Eher umrahmt er den Film gemeinsam mit den Drehorten, sodass man insgesamt von einer runden Sache ohne Störfaktoren sprechen kann.

Fazit

Unerwarteterweise hebt sich der Film dank eines starken Robin Williams von durchschnittlichen Versionen seines Genres ab und ist damit gute Unterhaltung für den Spätsommer.

Emil Groth - myFanbase
12.08.2007

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