Bewertung: 6
Brad Mirman

Unter dem Himmel der Toskana - Shadows in the Sun

Jeder Mann muss seinen eigenen Weg finden!

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Inhalt

Jeremy Taylor (Joshua Jackson) arbeitet in einem Londoner Verlag. Als er von seinem Chef dazu aufgefordert wird, den ehemaligen Bestellerautor Weldon Parish (Harvey Keitel) in der Toskana zu besuchen und mit ihm einen Vertrag zu schließen, ahnt Jeremy schon, dass das nicht leicht wird. Der Autor hat sich nach dem Tod seiner Frau vor 20 Jahren in die Toskana zurückgezogen und bisher alle Angebote für ein neues Buch abgelehnt. Als Jeremy in der Toskana ankommt, ist es genau so, wie er befürchtet hatte. Parish ist äußerst unfreundlich und scheint verrückt zu sein. Doch Jeremy bleibt standhaft und schon bald scheint Parish sein anderes, weicheres Gesicht zu zeigen. Parish, der auch nach mehrtägiger Anwesenheit von Jeremy immer noch keine Verhandlungen wegen eines neuen Buches aufnehmen will, ist dennoch schwer beeindruckt von dem jungen Mann. Als Jeremy dann auch noch Parishs junge Tochter kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich in sie und schon bald muss er eine Entscheidung treffen, die sein Leben komplett verändern könnte...

Kritik

"Schadows in the sun" oder auch bekannt unter "Liebe lieber italienisch" scheint auf dem ersten Blick eine dieser langweiligen Filme über einen Kerl zu sein, der dank einer Frau wieder zu sich findet. So weit ist das von dem Film gar nicht entfernt, nur das "Shadows in the sun" noch mit einigen anderen Dingen aufwartet. So ist die Beziehung zwischen Jeremy und Parish schon eine ganz besondere. Eigentlich ist es fast so, als ob Jeremy und Parish wie Vater und Sohn sind. Sie sind sich sehr ähnlich.

Schauspielerisch sticht in diesem Film eindeutig Harvey Keitel als muffeliger Schriftsteller Weldon Parish hervor. Er spielt Parish mit viel Hingabe und Gefühl.

Auch Joshua Jackson zeigt in diesem Film, dass er mehr kann, als einen Teenager zu spielen, auch wenn er sich noch nicht ganz aus seinem Pacey -Dasein ausbrechen konnte. Und auch Claire Forlani, die Keitels Tochter spielt, ist hervorragend in dieser Rolle besetzt, auch wenn das Drehbuch für sie nicht so viel hergibt. Die anderen Darsteller wie Armando Pucci und John Rhys-Davies überzeugen in ihren Rollen ebenfalls.

Das Drehbuch ist die Schwäche dieses Films, es ist viel zu einfach gestrickt. Zwar kommen ab und an kleine Szenen, mit denen man so wohl nicht gerechnet hat, aber alles in allem ist der Film vollkommen vorhersehbar und man weiß schon zu Beginn, wie er endet.

Davon abgesehen ist die Musik hervorragend ausgewählt. Sie enthält Klassiker wie Elvis Presley mit "It's now or never" oder Dean Martin mit "Sway". Auch die Kulissen und die Landschaft der Toskana passen sich perfekt der Geschichte an.

Fazit

Ein schöner Film für warme Sommertage mit einfachem Drehbuch und guter Besetzung. Nicht nur für Joshua Jackson-Fans sehenswert.

Eva Klose - myFanbase
21.06.2007

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