Bewertung: 2
Adam Rifkin

Nackte Wahrheit über Männer und Frauen, Die

Ist Monogamie nur eine Lüge?

Foto:

Inhalt

Drei befreundete Paare treffen sich zum Dinner mit dem Schriftsteller Art (Jason Alexander), der die Einstellung vertritt, dass Monogamie unnatürlich ist und Menschen zwangsläufig fremdgehen. Obwohl die drei Männer und die drei Frauen diese Theorie ablehnen und sich mit Art streiten, zeigt sich bald, dass der Schriftsteller gar nicht mal Unrecht hat. So betrügen sich Claudia (Amy Yasbeck) und Isaac (Ryan Alosio), die seit sechs Jahren verheiratet sind, gegenseitig. Derweil sucht Joel (Jonathan Silverman) gelegentlich ein zweifelhaftes Massagestudio auf, was er seiner Frau Sophie (Leah Lail) verschweigt, während diese heimlich mit ihrem Medizinprofessor (Charles Shaughnessy) anbandelt. Schließlich ist da noch Sam (Patrick Dempsey), der seine schwangere Verlobte Sammie (Christine Taylor) über alles liebt, aber eine heimliche Schwäche für Pornofilme hat.

Kritik

In der Regel gucke ich Filme nicht, um daraus eine lehrreiche Botschaft zu ziehen, doch am Ende dieses Films fragt man sich schon, was er uns eigentlich sagen will. Wenn der Drehbuchautor bezweckt hat, eine vielschichtige und verschieden interpretierbare Botschaft zu vermitteln, dann ist ihm das leider nicht gelungen. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass Fremdgehen doch eigentlich gar nicht so schlimm ist und die meisten sexuellen Aktivitäten ohnehin kein Fremdgehen sind, da es schon richtig Badabing-Badabang geben muss, bevor überhaupt ein geringer Anlass zur Sorge besteht.

Doch auch wenn man die Botschaft nicht ernst nimmt, ist "Die Nackte Wahrheit über Männer und Frauen" kein besonders guter Film. Der Humor ist recht hausbacken, die Dialoge sind größtenteils flach und aus der Klischee-Kiste hat man sich auch reichlich bedient. Besonders die Nebencharaktere sind völlig überzeichnet und versuchen krampfhaft, ein paar Lacher zu erzwingen, was einem als Zuschauer schnell auf die Nerven geht. Dazu hat man den Hauptcharakteren noch eine Reihe von Visionen und Träumen verpasst, die zum Teil kaum in den Film passen und überflüssig wirken.

Stellenweise scheint es, als ob der Film durch die häufige Verwendung des Wortes "Penis" und durch den Anblick einiger nackter Brüste versucht, provokativ zu sein, was aber nicht gelingt. Der ganze Film ist einfach zu unoriginell, harmlos und unlustig, um erinnerungswert zu sein.

Fazit

Am Ende bleiben nur eine fragwürdige Botschaft und ein mangelhafter Eindruck.

Maret Hosemann - myFanbase
11.06.2007

Diskussion zu diesem Film