Bewertung: 9

Kill Bill: Vol. 1

"Für die so genannten Krieger: Sind sie in einen Kampf verwickelt, geht es den Kriegern allein um den Sieg über den Feind. Unterdrücke jedes menschliche Gefühl und Mitleid. Töte jeden, der Dir im Weg steht, selbst wenn es Gott oder Buddha persönlich ist. Diese Wahrheit ruht im Herzen der Kämpfer."

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Eine kühl wirkende Blondine erwacht nach vier Jahren Koma im Krankenhaus. Erinnerungen voller Schmerz erscheinen in ihrem Kopf - der Tag ihrer Hochzeit ist das Letzte, woran sie sich erinnern kann. Es sollte der schönste Tag ihres Lebens werden, doch stattdessen endet er in einem Massaker. Ihr ehemaliger Liebhaber und Auftraggeber ließ die Hochzeitsgesellschaft von seinem Killerkommando exekutieren und jagte ihr selbst eine Kugel in den Kopf.

Jetzt beherrscht sie nur noch ein Gefühl: der eiskalte Rachedurst gegenüber denen, die ihr Leben zerstört haben. Sie beginnt ihren Vergeltungsfeldzug und hinterlässt über zwei Kontinente eine blutige Schneise in den Reihen ihrer Feinde.

Kritik

Eine blutverschmierte, weinende und verzweifelte Frau liegt auf einem Boden, während ein Mann mit einer sehr lässigen und ruhigen, aber auch markanten Stimme mit ihr spricht. Die Frau muss immer mehr und mehr weinen, und als sie selbst zu Wort kommt, bekommt sie einen Schuss in den Kopf verpasst. Diese ganze Szene ist in Schwarz-Weiß gedreht worden, und der Zuschauer stellt sich wohl gleich die Frage, welch ein kranker Mensch so etwas ohne Vorbehalte tut.

Die Antwort auf diese Frage findet man in Quentin Tarantinos viertem Film, in dem es mehr als nur um blutige Szenen geht, die zudem noch sehr brutal, übertrieben, aber auch sehr detailliert gemacht worden sind. Der Film möchte etwas aussagen, was vielen Ethiklehrern wohl ein Dorn im Auge sein könnte: Rache und Vergeltung für das Leid, welches einem Menschen zugefügt wurde, kann durch Mord geschehen.

Nach und nach erfährt man mehr über die Vorgeschichte der Braut, gespielt von Uma Thurmann, welche ihr persönliches Drama glänzend spielt. Exzellente Kampfszenen, die man sehr lange üben musste, scheinen hier für sie eine Leichtigkeit zu sein, auch wenn man weiß, dass viele Techniken am Set Hilfe brachten. Lucy Liu muss man ebenfalls loben, da sie ihre Rolle als Bösewicht gut meisterte, dies aber jedoch nicht wirklich in ihr Schaubild passt.

Neben den tollen Charakteren beziehungsweise den guten Schauspielern, und einem Bill, dessen Gesicht man nie sieht, sondern nur dessen Stimme hört, bekommt man wahrhaft gute Bilder, als auch eine gute Musik geboten, welche den Humor als auch den Charme des Filmes zu einem Großteil ausmachen. Jedoch gibt es ein Problem in dem Film, denn die Geschichte von der Vergangenheit von Lucy Lius Charakter wird ausschließlich als Comic gezeigt, was nicht alle ansprechen könnte. Doch auch hier kann man es Quentin Tarantino nicht verübeln, dass er das gemacht hat. Dadurch spielte kein Kind in einem solch brutalen, aber herzhaften Film mit.

Fazit

Der Film ist wirklich zu empfehlen. Die Hauptvoraussetzung ist jedoch, dass man Martial-Arts-Filme mögen muss, da viele Kampfhandlungen übertrieben dargestellt werden. Ausgenommen dessen, ob man solche Filme mag oder nicht, erzählt der Film eine klasse Geschichte über Rache und den Frust mehrerer Menschen.

Ignat Kress - myFanbase
29.05.2007

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