Bewertung: 8
Isabel Coixet

Mein Leben ohne mich

Ein Film über den Umgang mit dem Tod.

Foto: Copyright: 2004 Universum Film GmbH
© 2004 Universum Film GmbH

Inhalt

Ann (Sarah Polley) gerade mal 23 Jahre alt erkrankt unheilbar und erfährt von ihrem Arzt Dr. Thompson (Julian Richings), dass sie nur noch knappe zwei bis drei Monate zu leben hat. Sie beschließt, es niemandem zu erzählen, sondern auf ihre eigene Art abzuschließen.

Sie schreibt eine Liste mit all den Dingen, die sie unbedingt noch erledigen möchte, bevor sie stirbt. Zu diesen Dingen gehört auch eine Affäre mit einem anderen Mann anzufangen. Dazu Kleinigkeiten, die sie sonst nicht gemacht hätte, wie eine neue Friseur oder Pediküre. Sie sorgt sogar dafür, dass ihr Ehemann Don (Scott Speedman), ihre Mutter (Deborah Harry) und ihre beiden Töchter ein weiterhin bedeutendes, liebevolles Leben haben werden. Für ihre Kinder bespricht sie Kassetten bis zu ihrem 18. Lebensjahr für jedes Jahr eine zum Geburtstag.

Kritik

Ein toller Film, der Anns traurige Geschichte erzählt. Doch der Film erzählt nicht über ihr Ableben, sondern über die Zeit, die ihr noch bleibt und was sie daraus macht bzw. in der Zeit erledigen möchte.

Eine brillante Darstellung von Sarah Polley, aber auch Scott Speedman, Deborah Harry und Mark Ruffalo. Dieser Film ist absolut nicht kitschig, schon weil er den Tod fast ausgegrenzt hat. Er hat ihn nicht gezeigt, sondern ab und an über ihn gesprochen. Bewundert habe ich Anns Kraft, all die Dinge zu tun, die sie sich zuerst auf einer Liste aufschrieb, denn es blieb ihr ja nicht mehr viel Zeit. Außerdem war es schön, dass sie sich äußerlich immer stark zeigte, für ihre Familie da war, obwohl es ihr dreckig ging. Und die Familie ahnte von allem nichts.

Sehr ehrlich fand ich auch die Begegnung zwischen Ann und ihrem Arzt, der ihr ehrlich gestand, dass er Probleme damit hat, Sterbenden in die Augen zu sehen und ihnen zu sagen, dass sie nicht mehr lange leben.

Ich fand die Liste, die sie sich gemacht sehr gut und auch wichtig. Ich frag mich allerdings, ob jeder Kranke die Kraft und den Willen für solch eine Liste hat. Ich weiß nicht, ob ich es tun würde.

Der Schluss war absolut perfekt für diesen Film, denn wie gesagt, er zeigt den Tod nicht. Er zeigte Szenen nach ihrem Tod, so wie sich Ann alles nach ihrem Tod vorstellte.

Fazit

Dieser Film ist ein absolutes Muss, er ist nicht kitschig, und man muss auch nicht unbedingt heulen. Schaut ihn euch an.

Dana Greve - myFanbase
18.05.2007

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