Daniel Kehlmann

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Daniel Kehlmann (2014)
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Daniel Kehlmann stammt aus einer Künstlerfamilie: Sein Vater war der Wiener Regisseur und Schauspieler Michael Kehlmann und seine Mutter die Schauspielerin Dagmar Mettler, während der Großvater Eduard nebenberuflich ebenfalls als Schriftsteller arbeitete.

Geboren in München wuchs Daniel Kehlmann in Wien auf, wo er später auch Philosophie und Germanistik studieren sollte. 1997 erschien sein erster Roman "Beerholms Vorstellung", der weitgehend unbeachtet blieb. Nach mehreren kommerziellen Flops gelang Kehlmann mit seinem Roman über einen alternden Künstler und einen egozentrischen Kunstkritiker "Ich und Kaminski" im Jahre 2003 der Durchbruch. 2015 kam die gleichnamige Verfilmung von Wolfgang Becker mit Daniel Brühl und Jesper Christensen in den Hauptrollen ins Kino.

"Die Vermessung der Welt" (2005) katapultierte Kehlmann im Alter von 30 Jahren schlagartig in die erste Reihe deutschsprachiger Schriftsteller. Der Roman, der in witzig-ironisch gehaltenem Ton die Leben des Naturforschers Humboldt und des Mathematikers Gauß miteinander verknüpft, wurde ein internationaler Beststeller, der, in über 40 Sprachen übersetzt, sich mehr als sechs Millionen Mal verkaufte. Laut der New York Times war "Die Vermessung der Welt" der zweitmeistverkaufte Roman des Jahres 2006. In Deutschland kam er auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Der Roman wurde 2012 von Detlev Buck mit Florian David Fitz als Gauß und Albrecht Schuch als Humboldt verfilmt. Das Urteil der Kritiker fiel allerdings durchwachsen aus.

Auch mit dem Roman "F" (2013), der über das Schicksal dreier Brüder berichtet, konnte Daniel Kehlmann seine Position als einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschland festigen. Der Roman landete kurz nach seinem Erscheinen auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste und kam auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2013.

Neben Romanen und Novellen beweist Kehlmann mit Veröffentlichungen wie "Lob: Über Literatur" und "Kommt, Geister", dass er ein umfassendes Wissen und Verständnis für die Weltliteratur hat. "Lob" versammelt verschiedene Essays über Romane und Schriftsteller, unter anderem Roberto Bolaño, Thomas Bernhard und Imre Kertész, und Dankesreden Kehlmanns, während "Kommt, Geister" die fünf Poetikdozenturen an der Frankfurter Goethe-Universität umfasst. Zu den engsten Freunden Kehlmanns zählen übrigens Jonathan Franzen und Zadie Smith.

Isabella Caldart - myFanbase

Bibliographie

2015Kommt, Geister
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2013F
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2010Lob: Über Literatur
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2009Leo Richters Porträt
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2009Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten
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2008Requiem für einen Hund
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2007Diese sehr ernsten Scherze
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2005Die Vermessung der Welt
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2005Wo ist Carlos Montúfar?
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2003Ich und Kaminski
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2001Der fernste Ort
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1999Mahlers Zeit
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1998Unter der Sonne
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1997Beerholms Vorstellung
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