Jane Fonda

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Jane Fonda, Barbarella
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Jane Fonda steht mit ihrem Namen nicht nur für die Schönheit Hollywoods in den 1970er Jahren, sondern auch für großes schauspielerisches Talent, harte Arbeit, Fitness und den ein oder anderen Skandal. Dabei ist sie vor allem für ihre beiden Filme "Klute" (1971) und "Coming Home - Sie kommen Heim" (1978) bekannt. Der ältere Film ist ein Thriller, in welchem sie an der Seite von Donald Sutherland glänzt und für ihre Darstellung der Hauptfigur Bree Daniels mit einem Oscar bedacht wurde. "Coming Home" ist ein Drama über eine Frau, die durch den Vietnamkrieg einen Mann an den Freitod verliert, gleichzeitig aber einen anderen wieder kennen lernt und mit ihm ihr Glück findet. Auch für diese Rolle bekam sie 1979 den Oscar als beste Hauptdarstellerin verliehen.

Dem jüngeren Publikum ist Jane Fonda vor allem als "Das Schwiegermonster" (2005) bekannt. Ein Film, der nicht nur bei den Kritikern enttäuschte, sondern unter anderem auch eine Goldene Himbeere gewann. Fonda verkörpert seit 2012 in der mit einem Critics' Choice Television Award gekürten Serie "The Newsroom" Leona Lansing, die CEO der fiktiven Medienfirma Atlantis World Media. Für ihre Darstellung in der ersten Staffel (Sommer 2012) erhielt Fonda bei den 65. Primetime Emmy Awards eine Nominierung als beste Nebendarstellerin einer Dramaserie.

Jane Fonda wurde am 21. Dezember 1937 als Lady Jayne Seymour Fonda in New York City geboren. Ihr Vater ist Schauspiellegende Henry Fonda, den man bestens für seine Rolle in "Spiel mit das Lied vom Tod" (1968) kennt. Sie ist nach der dritten Frau des britischen Königs Henry VIII benannt, mit dem sie mütterlicherseits entfernt verwandt ist. Fonda hat einen jüngeren Bruder, Peter, der ebenfalls Schauspieler ist ("Ghost Rider", 2007). Ihre Halbschwester starb 2008.

Schon als Zwölfjährige musste Fonda damit zurecht kommen, dass ihre Mutter Selbstmord beging. Ihr Vater heiratete wieder, dieses Mal eine Frau, die nur neun Jahre älter war als Fonda selbst. Mit Fünfzehn widmete sich die spätere Schauspielerin dem Tanz. Nach ihrem High School Abschluss wurde sie am Vassar College in Poughkeesie angenommen, brach die Schulausbildung aber ab, um Model zu werden. Tatsächlich gelang ihr dies und Fonda war zwei Mal auf dem Cover der hochangesehenen Vogue zu sehen. 1954, also mit sechzehn Jahren, begann sich Fonda für Schauspiel zu interessieren, als sie zusammen mit ihrem Vater in einer Wohltätigkeitsaufführung von "The Country Girl" mitspielte. Während ihrer Zeit am College traf sie auf Lee Strasberg, der sie ermutigte eine Karriere als Schauspielerin anzustreben, denn sie habe Talent. Die 1960er Jahre sollten ihr Sprungbrett werden und sie zum Star machen. Sie spielte in fast 20 Filmen innerhalb dieser Dekade mit und erlangte internationale Bekanntheit, vor allem als Sexsymbol. 1969 bekam sie ihre erste Nominierung für den Oscar. Das Jahrzehnt formte ihre Karriere maßgebend und machte sie sehr wählerisch in Bezug auf Rollen. So lehnte sie sowohl Hauptrollen in "Rosemary's Baby" und "Bonnie und Clyde" ab.

Die 1970er Jahre starteten glorreich mit ihrem ersten Oscar 1971. Danach folgten nur unbedeutende Rollen, bis sie 1979 erneut mit einem goldenen Männchen bedacht wurde. Fonda selbst sprach in ihrer 2005 erschienenen Autobiographie davon, dass ihre eigene Einstellung zum Vietnamkrieg ihr eine glorreichere Karriere verbaute. Erst nach dem Krieg konnte sie wieder voll als Schauspielerin durchstarten, da sie nun wieder Zeit für die Arbeit hatte und nicht mehr all ihre Energie darauf verwenden musste, gegen den Krieg zu demonstrieren. Ihr Fokus darauf, nur noch relevante Rollen zu spielen, wurde immer deutlicher. Wieder lehnte Fonda viele Filmangebote ab, da ihr die Rollen zu trivial und unbedeutend erschienen. Sie drehte fast ausschließlich Filme, die eine in ihren Augen wichtige Botschaft vermittelten. Nun begann sich die Schauspielerin selbst als Feministin zu sehen, deren Auftrag es war, der Frau im Film eine tragende Rolle zukommen zu lassen.

In den 1980er Jahren konzentrierte sich Fonda zunächst darauf ihre angespannte Beziehung zu ihrem Vater zu kitten und sorgte dafür, dass sie zusammen in einem Film spielen konnten. "On Golden Pond" wurde zum Erfolg und brachte Henry Fonda seine einzige Oscarnominierung ein. Er gewann den Award tatsächlich, welchen Jane für ihn entgegen nahm, da er selbst zu krank war. Henry Fonda starb fünf Monate später 1982 an Herzversagen und Prostatakrebs. Fonda machte weiter als Schauspielerin und wurde noch einmal für einen Oscar nominiert. 1990 beschloss sie aber ihre Karriere zu beenden und spielte bis 2005 in keinem Film und keiner Fernsehserie mit, produzierte aber noch einige Fitness-Videos, womit sie 1982 begonnen hatte.

Privat engagierte sich Fonda stark politisch, sowohl gegen den Vietnamkrieg, als auch für die Rechte der Frau. Sie ging mit ihren Kampagnen und Reden gegen den Krieg oftmals so weit, dass sie negative Schlagzeilen machte und bei den Amerikanern auf wenig Gegenliebe stieß. Sie verunglimpfte die Opfer der Krieges und stellte jeden Soldaten als Kriegsverbrecher dar. Jahrzehnte später ruderte die Schauspielerin in mehreren Interviews zurück und behauptete, dass ihr einige ihrer Aktionen damals nun sehr peinlich seien und sie sich dafür schäme, was sie behauptet und getan habe. Stimmen wurden laut, die meinten, dass sich Fonda mit solchen Aussagen nur profilieren wollte, um Werbung für anstehende Projekte zu machen. Als Feministin machte Fonda auf der anderen Seite aber sehr positiv von sich hören, auch wenn ihre Belange oftmals nicht dem Sinn der Zeit entsprachen. Trotzdem gilt sie als eine der großen Figuren innerhalb der Amerikanischen Feministenbewegung. Zu ihren weiteren politischen Themenfeldern zählen die Rechte der amerikanischen Ureinwohner, der Israelisch-Palästinensische Grenzkonflikt und der Irak-Krieg.

Fonda war im Laufe ihres Lebens mit drei Männern verheiratet und ihr werden unzählige Affären nachgesagt. Alle drei Ehen gingen in die Brüche und Fonda reichte die Scheidung ein. Seit 2001 ist sie wieder ledig. 2010 diagnostizierte man bei ihr Brustkrebs, welcher operativ entfernt wurde. Sie gilt als geheilt. Sie hat zwei Kinder von ihren beiden ersten Ehemännern: Vanessa Vadim (28. September 1968) und Troy Garity (7. Juli 1973).

Jamie Lisa Hebisch - myFanbase

Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2015 - 2016Grace and Frankie (TV) als Grace Hanson
Originaltitel: Grace and Frankie (TV)
2014Hauptsache, die Chemie stimmt als Jane Fonda
Originaltitel: Better Living Through Chemistry
2014Sieben verdammt lange Tage als Hillary Altman
Originaltitel: This Is Where I Leave You
2012 - 2013The Newsroom (TV) als Leona Lansing
Originaltitel: The Newsroom (TV)
2005Das Schwiegermonster als Viola Fields
Originaltitel: Monster-in-Law
1978Coming Home - Sie kommen Heim als Sally Hyde
Originaltitel: Coming Home
1971Klute als Bree Daniels
Originaltitel: Klute