DVD-Rezension: One Tree Hill, Staffel 1

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Seit dem 23. November 2007 können sich die deutschen Fans die erste Staffel der Serie "One Tree Hill" ins Haus holen.

Inhalt

Tree Hill ist eine kleine Stadt. Vielleicht zu klein für die Halbbrüder Lucas (Chad Michael Murray) und Nathan Scott (James Lafferty), welche zwar den gleichen Vater, Dan Scott (Paul Johansson), haben, aber ansonsten zwei völlig unterschiedliche Leben führen. Nathan ist der Goldjunge, der mit seinem Vater und seiner Mutter, Deb Scott (Barbara Alyn Woods), auf der Sonnenseite des Lebens lebt. Lucas hingegen ist der vom Vater verlassene, außereheliche Sohn, der dafür aber sein Herz am rechten Fleck hat und mit seiner Mutter Karen Roe (Moira Kelly) zusammen lebt. Als der Onkel der beiden, Keith Scott (Craig Sheffer), jedoch den Couch Whitey Durham (Barry Corbin) dazu bringt, Lucas in das Team der Basketballmannschaft aufzunehmen, in der Nathan der Basketballstar ist, haben beide plötzlich mehr miteinander zu tun, als ihnen lieb ist.

Beide hegen wenig Sympathie füreinander. Die Sache vereinfacht sich nicht gerade, als Nathans feste Freundin, die Cheerleaderin Peyton Sawyer (Hilarie Burton), plötzlich Interesse an Lucas zeigt. Das schlägt nicht nur einen Keil zwischen Nathan und Peyton, sondern auch zwischen Peyton und ihrer besten Freundin Brooke Davis (Sophia Bush), die selber Interesse an Lucas hat. Wer sich allerdings dieses Drama vorerst nur lieber von der Seite anschaut, ist Lucas' beste Freundin Haley James (Bethany Joy Galeotti), das Nachhilfemädchen, das besonders Nathan den Kopf zu verdrehen scheint.

Rezension

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© Warner Home Video

"One Tree Hill" ist mit Abstand eine der besten Teenserien, die ich kenne. Umso erstaunlicher war es schon, dass Deutschland vier Jahre mit der Ausstrahlung wartete. Doch kaum, dass ProSieben die Serie zeigte, wurde sie auch schon wieder abgesetzt. Zum Glück wurde jedoch nicht bis zum Ende der Ausstrahlung mit der Veröffentlichung der DVD gewartet: Nun ist die komplette erste Staffel seit dem 23. November 2007 erhältlich!

Wie gesagt: die komplette erste Staffel. Ich kann nur immer wieder betonen, wie viel schöner es doch ist, eine ganze Staffel in den Händen zu halten, statt nur diese neumodischen Halb-Boxen. Das macht sich außerdem auch gleich im Portemonnaie bemerkbar.

Auf den sechs Disks sind alle zweiundzwanzig Episoden verteilt. Jeweils zwei Disks sind in einem Slim-Case verpackt, wiederum die drei Slim-Cases in einem schicken Pappschuber. Was ich auch sehr toll finde, ist, dass sowohl das Cover, wie auch die Rückseite nicht von dem Original abweicht, außer lediglich die Sprache. Was mir allerdings nicht gefällt, sind die Slim-Cases. Hier wurde sich gar nicht an das Original gehalten. Ich bin kein Fan von Slim-Cases. Da die Episodenbeschreibungen auch jeweils auf die Hüllen gedruckt worden sind, fällt somit auch ein Booklet weg, was ebenfalls sehr schade ist, denn gerade so was finde ich immer schön. Ein Booklet zum hindurchblättern macht viel mehr her, als Episodenbeschreibungen auf den Hüllen.

Als ich dann die erste Disk eingelegt habe und das Hauptmenü sah, saß ich einige Sekunden da und fragte mich: "Ist das alles?". Das Hauptmenü besteht tatsächlich aus nur zwei nebeneinander gesetzten Bildern. Auf dem linken sind Brooke und Peyton beim cheerleaden und auf dem rechten ist Lucas zu sehen. Im Hintergrund läuft der Titelsong der Serie, "I Don’t Want To Be", von Gavin DeGraw. Mehr nicht. Ich habe wirklich erst angenommen, dass mein DVD-Player hängt. Denn auf den originalen DVD's aus den USA besteht das Hauptmenü aus einer ganzen Galerie von Bildern, die jeweils von links und rechts in das Bild reinkommen. So kommt jeder Hauptcharakter ein bis zwei Mal auf seine Kosten. Bei dem deutschen Hauptmenü wäre Nathan zudem eine bessere Wahl als Peyton und Brooke gewesen, denn in dem Opening Theme der Serie ist James Lafferty an zweiter Stelle. Und die Serie dreht sich ja um die Scott-Brüder.

Als ich den ersten Schock überstanden hatte, erlebte ich auch prompt den nächsten: Das Episodenmenü. Man könnte es wortwörtlich als "nichts" bezeichnen. Es sind nur jeweils die Zahlen der Episoden zu sehen. Die Episodentitel wurden ganz weg gelassen, weshalb da eine richtige Leere auf dem Bildschirm entstand. Hier kann ich wieder mal nur das Original loben: Bei der DVD aus Amerika wurden die Episodentitel hinzugeschrieben. Macht gleich vielmehr her und man weiß auch gleich viel besser, welche Episode man sich eigentlich anschaut. Bei der deutschen Version hab ich mich erst jedes mal gefragt, wie die Episode noch einmal heißt. Außerdem gibt es beim Original noch zu jeder Episode die Szenenauswahl, was bei der deutschen DVD auch ganz weggelassen wurde. Wenigstens wurde das Bild, das pro Disk einen Charakter im Episodenmenü zeigt, gelassen.

Um wenigstens noch eine gute Sache ansprechen zu können: Das Bonusmaterial. Insgesamt gibt es über achtundvierzig Minuten an unveröffentlichten, gekürzten oder alternativen Szenen zu den Episoden #1.02 Quälende Angst, #1.05 Vater gegen Sohn, #1.09 Unter Druck, #1.10 Männerwochenende, #1.11 Familientherapie, #1.13 Tragische Zusammenstöße, #1.14 Glaube versetzt Berge, #1.16 Erklärungsversuche, #1.17 Nächtliches Treiben, #1.18 Die guten alten Zeiten, #1.19 Schwanger oder nicht?, #1.21 Abschiedsschmerz und #1.22 Die richtige Entscheidung. Dann ist das Making-Of "Building a winning Team: The Making of One Tree Hill" vorhanden, sowie drei Featurettes "Diaries from the Set". Insgesamt gibt es auch vier Audiokommentare, die ersten beiden sind zu #1.01 Brüder und zu #1.18 Die guten alten Zeiten, jeweils von dem Macher der Serie Mark Schwahn und von Produzent Joe Davola, die letzten zwei Kommentare sind zu #1.22 Die richtige Entscheidung, wobei das erste von den Jungschauspielern Chad, James, Hilarie, Bethany und Sophia ist und das zweite von den Erwachsenschauspielern Paul, Moira, Craig und Barbara. Dann ist noch Gavin DeGraw’s Performance zu seinem Song "Oh, Chariot" zu sehen, sowie der "Christmas Elf Gag".

Technische Details

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit: 910 Minuten (22 Episoden)
Bildformat: 4:3
Sprache: Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch

Fazit

There’s only one Tree Hill – und das liegt in den USA. Und so ist es auch mit der DVD. Das klingt nun wirklich hart, aber nachdem ich die deutsche Box von einer Freundin durch hatte, habe ich nicht lange überlegt und mir den UK-Import angeschafft. Auch wenn es schon schade um die deutsche Tonspur ist, die wie ich finde im Laufe der Staffel immer besser wird, kann ich definitiv das Original jedem eher ans Herz legen, als die deutsche Box. Sollten aber jetzt gar keine Englischkenntnisse vorhanden sein und einem Sachen wie ein ordentliches Menü egal sein, dann ist die deutsche Box schon zu empfehlen, wenn man mal bedenkt, dass Deutschland vier Jahre auf diese Veröffentlichung warten musste.

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Susanne Haschke - myFanbase