Jack Coleman in "Without A Trace"
#3.09 Der Verrat

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Vermisste Menschen in New York finden, das ist der Job des FBI-Teams rund um Jack Malone. Zu ihm gehören Samantha Spade, Danny Taylor, Martin Fitzgerald und Vivian Johnson.

Eine Person, die als vermisst gilt, sollte nach 72 Stunden gefunden sein, sonst ist die Chance sehr gering, sie überhaupt wiederzufinden. In Flashbacks wird auf das Leben der Vermissten eingegangen und Jack und sein Team versuchen, den Tathergang mithilfe von Zeitstrahlen zu ermitteln - ein schierer Wettlauf gegen die Zeit.

Meist finden die Ermittler die Opfer auch, aber es ist auch schon vorgekommen, dass es dann doch schon tot war. Das Team durchforstet vor allem Telefonrechnungen oder Konten. So finden sie Menschen, die mit den Opfern zu tun hatten und die ihnen bei der Suche weiterhelfen können.

Der entfremdete Sohn

In dieser Episode von "Without a Trace - Spurlos verschwunden" dreht sich alles um einen steinreichen 72-jährigen Witwer, der Mitglied einer (Gerichts-)Jury ist und kurz nach einer Verhandlung plötzlich verschwindet, was zur Absage des kompletten Gerichtsverfahrens führen könnte. Zunächst glauben die Ermittler, dass er wegen gesundheitlicher Probleme aufhören wollte, sich den Stress eines Geschworenen anzutun, doch sehr schnell wird klar, dass mehr dahinter stecken musste, da er schon einige Tage später wieder in die Jury wollte.

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Jack Coleman spielt Roy Ducek, den Sohn des Vermissten, und man merkt schon von Anfang an, dass er seinen Vater nicht richtig zu kennen scheint. Peter Ducek, so der Name seines Vaters, hat jahre- und jahrzehntelang ein riesiges Geheimnis aus seiner Vergangenheit vor seiner ganzen Familie verschwiegen und sie glatt belogen. Wie sich später herausstellt, hat dieses Geheimnis etwas mit der NS-Zeit zu tun. Roy ist ein Mann, der emotional an die Sache geht und nicht versteht, warum die FBI-Ermittler ihm zum Beispiel Fragen nach dem Verhalten seines Vaters stellen. Zudem ist er gefühlsmäßig schnell erregbar.

Seinen Vater kann man schon als sonderbaren Menschen bezeichnen. Auf der einen Seite verstößt er sogar gegen die Vorschriften, um dem Bruder des Mordopfers - der sogar kurze Zeit unter Verdacht steht, ihn entführt zu haben - zu helfen, auf der anderen Seite ist es ihm egal, wenn seine Enkelin eine schlechte Note bekommt, weil er nichts über seine Vergangenheit preisgeben will. Man merkt nach und nach aber auch, dass der alte Mann nur die Gerechtigkeit verteilen will, die seine Bekannten nie erlebt haben, und er der Meinung ist, dass das Leben über allem steht.

Warum er und sein Sohn, der kurzzeitig auch als Verdächtiger eingestuft wird, so ein angespanntes Verhältnis haben, wird nicht erklärt. Vielleicht hat das etwas mit der Verschwiegenheit und Introvertiertheit des Vaters zu tun, vielleicht aber auch mit dem Tod der Mutter von Roy. Was man von den eher spärlichen Szenen von Jack sieht, ist toll und fremd zugleich. Als "fremd" würde ich sein Aussehen bezeichnen, da ich ihn bisher nur in "Heroes" gesehen habe. In "Without A Trace" trägt er aber keine Hornbrille und erschien mir sogar älter als ein paar Jahre später in der Heldenserie. In "Without A Trace" trägt er einen Bart und Lederklamotten - genau das Gegenteil von Mr. Bennet bei "Heroes" also.

Jack ist als Roy derjenige, der dem FBI-Team von dem wichtigen und wertvollen Gemälde erzählt, welches er in der Wohnung seines Vaters vorfand und das wenig später verschwunden ist. Dieses Gemälde führt Roy zu der Annahme, sein Vater hätte in der NS-Zeit das Gemälde von einer jüdischen Familie gestohlen. Man erfährt erst später, dass sich diese Story total anders verhielt.

Fazit

Jack ist nur in einigen Szenen der ersten Hälfte zu sehen, aber in diesen zeigt er, dass er auch mit schwierigen Charakterdarstellungen zurecht kommt. Er macht in einer kurzen Zeit eine große Wandlung durch.

Die Episode insgesamt ist toll und etwas Besonderes, da in den Flashbacks auch im Originalton teilweise Deutsch gesprochen wird.

Elsa Claus - myFanbase

Zu den Interessanten Gastauftritte in "Without A Trace"

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