Bewertung: 9
David Gray

Live in München statt "Life in slow motion"

Nachdem ich sonst eher auf etwas rockigeren Konzerten zu finden bin, war ich doch gespannt wie das Konzert von David Gray wohl wird, da ich noch keines in der Richtung erlebt hatte. Zum Glück erwischten wir noch einen Platz in der ersten Reihe, somit war der Abend ja schon halb gerettet.

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Natürlich gab es auch eine Vorband, das Duo Rodrigo y Gabriella aus New Mexico. Sie waren wirklich ein Erlebnis, mit ihren beiden Gitarren legten sie los was das Zeug hielt. Eigentlich spielten sie lauter selbstkomponierte Stücke, doch ab und zu kamen auch kleine Anspielungen auf Metallica, the White Stripes und Led Zepellin. Eigentlich hätte man ihnen noch viel länger zuhören und –sehen können, aber eigentlich waren wir ja wegen jemand anderem da.

Als David Gray auf die Bühne kam und die ersten Töne von "Alibi" auf dem Klavier spielte, kam bei mir sofort Gänsehautstimmung pur auf. Auf Platte sind seine Lieder schon so wunderschön, und live hauen sie einen einfach um. Das nächste Lied war auch das zweite Lied der aktuellen CD "Life in slow motion" "The one I love". David Gray war wirklich gut gelaunt und war sehr nett zum Publikum, irgendwie hatte ich ihn mir verschlossener vorgestellt und war so sehr positiv überrascht. Er wechselte immer zwischendurch zwischen seinem Klavier und seinen vielen verschiedenen Gitarren, auch seine Band hatte viele verschiedene Instrumente: Cello, E-Kontrabass, Schlagzeug, Keyboard, Bass,...

Vor allem Stücke von "Life in slow motion" waren auf der Setlist, wie "Nos da Cariad", "Lately", "Disappearing world" und "Hospital food", aber auch viele ältere Lieder von "White Ladder" waren dabei, wie "Sail away", "My oh my", "Silver lining" und mein persönlicher Favorit des Auftrittes "This years love".

"Now and always" begann David Gray auf seiner Mundharmonika, aber irgendetwas brachte ihn immer aus dem Konzept und so musste er dreimal anfangen, was ihn noch sympathischer machte, denn kleine Fehler machen menschlich.

Von "A new day at midnight" spielte er leider nur zwei Songs, "Long distance call" und "Freedom", welches auch gleich das letzte Stück seines Auftrittes war.

Da mir ein paar meiner Lieblingsstücke noch fehlten wartete ich recht gespannt auf die Zugaben, welche David Gray mit seiner Band dann in Form der älteren Stücke "Nightblindness", "The other side" und "Babylon" gab und als absoluten Abschluss gab es dann noch eine gelungene Coverversion des Liedes "Friday I’m in love", bei dem das ganze Publikum noch einmal tanzen konnte.

Leider fehlte mir "be mine" unter den Titeln, doch wenn man wie David Gray auf 7 Alben zurückblicken kann, dann kann man einfach nicht alle Lieder spielen. Ansonsten war es ein wundervoller Abend, ich hoffe, dass es nicht mein letzten Gray-Konzert war und dass noch viele folgen werden!


Setlist
Alibi / The One I love / Sail away / Nos da Cariad / My oh my / Lately / Please forgive me / Disappearing world / Long distance call / Hospital Food / Now and always / This years love / Silver lining / Freedom

Zugaben: Nightblindness / The other side / Babylon / Friday I'm in love

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Eva Friedenberger - myFanbase
09.02.2006