Bewertung: 8
Paramore

Paramore

Paramore gibt es schon seit 2004, drei Jahre später machten sie mit dem Song "Misery Business" von sich reden, bevor sie die Songs "Decode" und "I Caught Myself" zum "Twilight"-Soundtrack beisteuerten. Nun bringt die Band ihr viertes Studioalbum auf den Markt – was sich, wie ich finde, nicht nur sprichwörtlich sehen, sondern auch hören lassen kann.

Foto: Paramore - "Paramore" - Copyright: Warner Music Group
Paramore - "Paramore"
© Warner Music Group

Ich mochte die Musik von Paramore schon immer gern, aber auch mich hat überrascht, wie oft ich bisher schon das Bedürfnis hatte, ihr aktuelles Album hoch und runter zu hören. Dabei mag ich die erste Singleauskopplung "Now" gar nicht mal sonderlich gern, sondern es sind eher andere Lieder, die sich beim ersten Hören in mein Herz gespielt haben.

Das erste Lied des Albums "Fast in My Car" erinnert einen noch stark an "Riot!"-Zeiten die Band, was zum Einstieg in die Platte gut ausgewählt wurde. Ein bisschen spricht die Gruppe natürlich nach wie vor ihre früheren Stammhörer an, die ich einfach mal stereotypisiere und als "Pop-Punk-Teenager" bezeichne. Die sind nun natürlich schon älter geworden und dahingehend ist auch die Musik von Paramore mitgewachsen. So werden vielfältige Themen in den Texten angesprochen, wie Langzeitbeziehungen ("Still Into You"), soziale Berührungsängste ("Alone") oder das Erwachsenwerden an und für sich ("Grow Up" oder "Ain't It Fun"). Dabei bleiben Paramore ihrem Musikstil weitestgehend treu und greifen mit schöner Regelmäßigkeit in die Krawallkiste. So ist die Platte zwar nichts für Fans von rein klassischem Rock, aber wer sich schon früher gut mit Paramore anfreunden konnte, dem wird auch dieses Album gut gefallen.

Besonders mag ich die durchdachte Struktur, mit der die Lieder auf der CD platziert wurden. So gibt es neben den Songs in voller Länge drei Interludes und tatsächlich ist mein Lieblingsstück des Albums einer von diesen Intermezzi: "Moving On". Dieses – und auch die anderen beiden – wurden musikalisch betont einfach gehalten, was für mich den Reiz der Einschübe ausmacht. Sie stellen einen schönen Kontrast zu den mit Bedacht aufgebauten Songs dar und konnten mich mit dem Rest des Albums überzeugen.

Die zweite Singleauskopplung ist "Still Into You", die ich persönlich gelungener finde als "Now". Letzteres fällt mir einfach zu sehr aus dem Gesamtrahmen der Platte und vermittelt von ihr einen falschen Eindruck, wenn man diesen Song alleinstehend hört. Ansonsten gibt es für mich aber nichts an dem Album zu meckern oder durch den Kakao zu ziehen – und das spricht doch schon für sich.

Fazit

Bis auf ein oder zwei Lieder ist Paramore mit "Paramore" eine sehr gute CD gelungen, die ich mir gern wieder und wieder anhören werde. Freunde von früheren Songs der Band werden auch hier wieder auf ihre Kosten kommen und diesen Leuten lege ich die Anschaffung der Platte auf jeden Fall ans Herz.

Anspieltipps
Ain't It Fun
Interlude: Moving On
Anklebiters
Proof

Artistpage
Paramore.net

Tracks

1.Fast in My Car
2.Now
3.Grow Up
4.Daydreaming
5.Interlude: Moving On
6.Ain't It Fun
7.Part II
8.Last Hope
9.Still Into You
10.Anklebiters
11.Interlude: Holiday
12.Proof
13.Hate to See Your Heart Break
14.(One of Those) Crazy Girls
15.Interlude: I'm Not Angry Anymore
16.Be Alone
17.Future

Luisa Schmidt - myFanbase
25.05.2013

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