Bewertung: 7
AC/DC

Black Ice

Acht Jahre warten auf ein neues Album, sieben Jahre auf eine erneute Tour! 2008 ist DAS Jahr für AC/DC-Fans und bei der Veröffentlichung des mittlerweile 15. Albums der Band hat Deutschland sogar die Nase vorn und kommt als erstes in den Genuss der 15 brandneuen Songs.

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Endlich, AC/DC-Fans mussten lange auf die 14 bereits erschienenen Alben zurückgreifen und in Tourerinnerungen schwelgen, die größtenteils aus dem letzten Jahrtausend stammen, aber jetzt ist es da, das neue Album "Black Ice" mit 15 neuen Songs. Dazu sind die Deutschen diesmal im Vorteil und bekommen ganze drei Tage vor den Amerikanern das Album im Laden, sogar für kurze Zeit in drei verschiedenen Varianten, in rot, gelb oder weiß. Später wird nur noch die rote Version erscheinen. Auch eine Deluxe-Fassung mit Hardcover-Digipack und erweitertem Booklet ist erhältlich. Richtige Fans können die Rocker aber auch auf der langersehnten Welttournee, die bald startet, live bewundern.

Die Erwartungen sind groß, denn AC/DC hat sich lange Zeit gelassen mit dem Album, Star-Produzent Brendan O'Brien engagiert, die Platte von Juno-Award-Preisträger Mike Fraser mischen lassen und sich somit, wenigstens produktionstechnisch, wieder in die Riege der Weltstars eingereiht.

Doch kann das Album die Erwartungen erfüllen? Sind AC/DC zurück oder ist es ein eher mageres Comeback? Die Band selber spricht von "Black Ice" als ihr bestes Album. Auf jeden Fall kann man sagen, dass sie ihrem Stil treu geblieben sind, die Songs die Vielseitigkeit der Band zeigen und sich mit jedem Hören weiter entfalten. Neuerungen gibt es kaum, warum auch, sind sie doch mit ihrem Sound seit Jahrzehnten gut gefahren! Kleine Leckerbissen wurden jedoch hinzugefügt, die Musik passt sich der Zeit an und einige Riffs, Fills und Beats sind anders, innovativer und rockiger. Die Slide-Gitarre kommt ebenso häufiger zum Einsatz.

Besonders die Songs "Stormy May Day" und "Anything Goes" betreten Neuland und präsentieren sich in einer recht untypischen Art für AC/DC. Während das erste Lied irgendwie nach Southern Rock klingt und durch die Slide-Gitarre punktet, ist das zweite einfach nur ein Gute-Laune-Song der etwas kommerzielleren Art. Ziemlich energiegeladen und voller Spannung sind die Hitgaranten "Big Jack", "She likes Rock n Roll", "Rocking all the Way", "Black Ice" und "Rock n Roll Train". Hierbei handelt es sich um die allseits geliebten Songs ganz in AC/DC Manier mit deftigem Rocksound. Düsterer und aggressiver wirkt "War Machine", ein absolut heftiger Rocksong. Dagegen glänzt "Smash n Grab" durch eine ruhigere, bedrohliche Atmosphäre. "Rock n Roll Dream" entpuppt sich als etwas verträumtere Ballade und "Decibel" trumpft mit folkloristischen Klängen. Auch "Spoilin' for a Fight" bringt durch seinen schrägen, bizarren Klang Abwechslung, sowie "Skies on Fire" den erstaunlich hohen und guten Gesang unterstreicht. Zur Entspannung vom harten Rock bieten sich "Wheels" und "Money Made" an.

Ein wahrer AC/DC-Fan wird mit dieser Platte nichts verkehrt machen, denn es ist unverkennbar die gleiche Band wie vor etlichen Jahren. Eine richtige Weiterentwicklung ist nicht auszumachen, aber trotz allem bekommt man neue Songs, die qualitativ mit den alten mithalten können und ebenso die Herzen der Rockfans beglücken werden. Ein würdiger Nachfolger der anderen Alben, der dennoch keine herausragenden Highlights bietet und wahrscheinlich für die neue Generation nicht unbedingt in den Kultstatus einziehen wird, wie viele andere Singleauskopplungen der Band.

Fazit

Ein typisches AC/DC-Album im altbekannten Stil mit wenig innovativen Beigaben! Für Fans ein absolutes Muss, für Rockfans unbedingt hörenswert!

Anspieltipps
Stormy may day
Anything goes
She likes Rock N Roll
Rock N Roll dream

Artistpage
ACDCRocks.de

Tracks

1.Rock n Roll Train
2.Skies on Fire
3.Big Jack
4.Anything Goes
5.War Machine
6.Smash n Grab
7.Spoilin' for a Fight
8.Wheels
9.Decibel
10.Stormy May Day
11.She likes Rock n Roll
12.Money Made
13.Rock n Roll Dream
14.Rocking all the Way
15.Black Ice

Julia H. - myFanbase
16.10.2008

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