Bewertung
Harris, Charlaine

Ball der Vampire

Im sechsten Band gerät Sookie Stackhouse in die obersten Kreise der Vampire und übernimmt eine scheinbar gefährliche Erbschaft ihrer verstorbenen Cousine Hadley. Außerdem wird sie zum Opfer von Werwolf-Anschlägen.

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Inhalt

In Sachen Liebe scheint sich Sookie Stackhouse mal wieder festlegen zu wollen. Sie gibt dem Wertieger, Quinn, die Chance für ein Rendezvous. Allerdings läuft das erste Date nicht wie geplant – sie werden von frischen Werwölfen angriffen. Scheinbar hat noch jemand eine Rechnung mit Sookie offen. Leider haben Quinn und Sookie erst mal nicht die Möglichkeit, ihr Rendezvous zu wiederholen, denn Sookie bekommt den Besitz ihrer kürzlich verstorbenen Cousine Hadley vererbt. Doch Hadley war nicht irgendwer in den Vampirkreisen. Sie war eine Vampirin und die Geliebte von Sophie-Anne, der Königin von Louisiana. Doch jemand will anscheinend ganz dringend verhindern, dass Sookie ihr Erbe antritt. Der dämonische Kurier, der sie nach New Orleans zur Wohnung ihrer Cousine bringen sollte, wird ermordet – und das auch noch vor Sookies Haus. Außerdem erlebt Sookie jede Menge guter und böser Überraschungen, mit denen sie niemals im Leben gerechnet hätte.

Kritik

Diesen Band zu bewerten, ist nicht ganz einfach, denn es ist eigentlich ein ziemlich gutes Buch, obwohl es scheint, dass Charlaine Harris krampfhaft versucht, zwei Geschichten in ein Buch zu bekommen: einmal ist es die Geschichte mit Sookies gefährlicher Erbschaft und dann die Anschläge auf sie. Beide Geschichten liefern genug Material für ein eigenes Buch. Da dem Leser nicht klar wird, was Haupt - und was Nebengeschichte ist, ist es ziemlich verwirrend.

Leser, die das Liebeschaos von Sookie in den letzten Büchern genervt haben, dürfen sich freuen, denn Sookie öffnet nur für eine Person ihr Herz, auch wenn ihre anderen männlichen Interessenten sich davon überhaupt nicht abschrecken lassen. Übrigens erfährt der Leser auch endlich, warum Sookie und ihr Bruder Jason solche Magneten für das andere Geschlecht zu sein scheinen. Eine meiner Lieblingsstellen ist ganz zu Anfang des Buches, als Eric erleben muss, dass Sookie sich mit Quinn trifft. Das passt dem Vampirsheriff überhaupt nicht. Aber wie Sookie ihn, dem sich keiner widersetzt, abfertigt, ist ziemlich unterhaltsam.

Leider gab es auch einige unschöne Augenblicke für Sookie. Auf diese lässt die Autorin Charlaine Harris sie aber realistisch reagieren. Sie verzeiht nicht, als sie seelisch ziemlich verletzt wird. Auch das ist etwas, was in anderen Vampirbüchern häufig anders gehandhabt wird, und diesem Buch darum zu einem deutlichen Pluspunkt verhilft.

Besonders gut haben mir auch wieder die neuen Charaktere gefallen. Ich mochte die freche und doch gleichzeitig sympathische Art von Headleys Vermieterin Amelia, die dem Buch zu mehr Witz verhalf. Auch über einen der Wachmänner der Vampirkönigin Sophie-Anne, Rasul, mit seinen dauerhaften Komplimenten über Sookies Äußeres – egal wie sie aussieht und was sie erlebt hat - kann der Leser sich amüsieren.

Fazit

Auch wenn das Buch seine Schwachpunkte hat, macht es Spaß, es zu lesen. Trotzdem ist es nicht so gut, wie die letzten Bücher dieser Reihe.

Zur Rezension von Band 1 "Vorübergehend tot"
Zur Rezension von Band 2 "Untot in Dallas"
Zur Rezension von Band 3 "Club Dead"
Zur Rezension von Band 4 "Der Vampir, der mich liebte"
Zur Rezension von Band 5 "Vampire bevorzugt"
Zur Rezension von Band 7 "Vampire schlafen fest"
Zur Rezension von Band 8 "Ein Vampir für alle Fälle"
Zur Rezension von Band 9 "Vampirgeflüster"
Zur Rezension von Band 10 "Vor Vampiren wird gewarnt"

Ceren K. - myFanbase
31.05.2009

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