Bewertung: 9
Wesson, Jake

Die Dämonenjäger

"Als ich Dad damals sagte, dass ich Angst vor dem Ding in meinem Wandschrank habe, weißt du, was er da gemacht hat? Er hat mir eine 45er gegeben!" Dean zuckte mit den Schultern. "Und? Was hätte er denn sonst tun sollen?" "Ich war neun Jahre alt! Er hätte sagen sollen 'Du brauchst keine Angst vor der Dunkelheit zu haben'!" Dean schüttelte den Kopf. "Keine Angst vor der Dunkelheit? Natürlich solltest du Angst vor der Dunkelheit haben! Du weißt doch, was da draußen lauert!"

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Inhalt

Dean und Sam haben vor 22 Jahren ihre Mom verloren. Wie sich herausstellt, wurde sie von einem Dämon getötet. Während Dean bei seinem Vater blieb und zu einem Jäger ausgebildet wurde, hat sein Bruder Sam das nur teilweise erlebt. Er verließ die Familie und ist aufs College gegangen. Als seine Freundin Jessica stirbt und der Vater der beiden, John Winchester, verschwindet, ist er bereit, wieder gegen Dämonen zu kämpfen und ihren Vater zu finden.

Zuerst haben die beiden Brüder es mit einer Frau in Weiß zu tun, in der zweiten Geschichte mit einem überstarken Wendigo, in der dritten mit einem Seemonster und in der vierten mit einem Phantomreisenden.

Kritik

Wie man sofort mitbekommt: Das Buch erzählt genau die Geschichten der ersten vier Folgen der neuen Serie "Supernatural". Ist das schlimm? Nicht wirklich, denn der Autor bringt das Flair der Serie und die ganze Stimmung supergut zum Leser herüber. Dass ich bei einem Lesen eines Buches lachen muss, ist mir bisher ehrlich gesagt nicht passiert und genau das hätte ich auch nie bei diesem erwartet, aber es ist tatsächlich geschehen.

Das Besondere an "Die Dämonenjäger" ist wohl, dass der Autor die Gefühle von Dean und Sam gut beschreiben kann. So versteht man die Storys noch besser und merkt genau, wieso die Serie so erfolgreich ist: Die Brüder sind nicht einfach nur platte Charaktere, sondern haben Emotionen, die man im ersten Augenblick vermutlich nie erwartet hätte.

Bestes Beispiel dafür dürfte wohl Dean sein, der einen immer wieder überrascht. Hätte man wirklich gedacht, dass er so gut mit Kindern umgehen kann? Niemals (und er selbst dachte das wohl auch nicht)! Oder dass er Flugangst hat? Da fragt man sich zwar, woher diese Angst kommt, doch so wie in der Episode selbst wird auch im Buch nichts darüber erzählt.

Doch das ist halb so schlimm, denn wunderschön sind natürlich die Promo- und Episodenbilder, die man in der Mitte des Buches findet. Besser wäre es vielleicht gewesen, diese ans Ende einer Geschichte zu stellen und nicht mittendrin reinzuschieben, denn das wird einige Leser sicherlich etwas verwirren und man fragt sich, was vor den Bildern geschehen ist. Trotzdem eine nette Idee.

Fazit

Wer sich noch mehr mit den ersten vier Episoden von "Supernatural" auseinander setzen möchte, hat hier eine tolle Gelegenheit. Die Geschichten weichen allerdings kein bisschen von den Storys der Episoden ab, was einige eventuell abtörnt. Dadurch, dass ich schon die "Smallville"-Bücher angefangen habe, weiß ich, dass sich die Schreibstile dieser erfundenen Geschichten im Vergleich zu dem "Supernatural"-Buch stark unterscheiden - ein positives Zeichen, denn die "Smallville"-Bücher sind langweilig ohne Ende! Das Lesen von "Die Dämonenjäger" lohnt sich also auf jeden Fall - auch wenn das vielleicht nur durch eine Ausleihe in der Bibliothek geschieht.

Elsa Claus - myFanbase
03.11.2007

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