Bewertung: 7
Lasse Hallström

Ein ungezähmtes Leben

Lasse Hallström erzählt in unverwechselbar sanftmütiger Art ein berührendes Familiendrama und eine schöne Generationenkomödie zugleich.

Foto: Copyright: 2006 Universum Film GmbH
© 2006 Universum Film GmbH

Inhalt

Jean (Jennifer Lopez) wird von ihrem Freund misshandelt und flieht deshalb mit ihrer Tochter Griff (Becca Gardner) nach Wyoming zu ihrem Schwiegervater Einar Gylkison (Robert Redford) auf seine Farm. Als Einar die beiden vor seiner Tür stehen sieht, ist er überhaupt nicht begeistert. Als Jean ihm sagt, es wäre nur für kurze Zeit, gibt er schließlich nach.
Es war vor zehn Jahren, als Jean einen Verkehrsunfall verursachte, bei dem Einars einziger Sohn starb. Das hat er Jean nie vergeben und wie es aussieht, wird er es auch nie tun. Er lehnt Jean ab; sogar seine Enkelin, die er gerade einmal kennen gelernt hat. Doch während Jean und Griff bei Einar wohnen, sind es Kleinigkeiten, die sie so langsam wieder zueinander führen... auch wenn es nur Blicke oder Worte sind. Seine Enkelin wird für ihn sein größtes Geschenk. Doch es dauert nicht lange und die alten Vorwürfe werden wieder zum Hauptthema.

In all den Jahren ist die Ranch verkommen. Einar kümmert sich täglich um seinen alten Freund Mitch (Morgan Freeman), der vor Jahren von einem Bär angegriffen wurde und seitdem nur noch mit Morphium sein Leben aushalten kann. Mitch freut sich im Gegensatz zu Einar, dass Jean und Griff da sind.
Der Bär, der Mitch damals angriff, wird nun gefangen und in den kleinen Stadt-Zoo gebracht, doch Mitch bittet Einar, ihn zu befreien. Mitch und Einar müssen sich jetzt mit den dunklen Schatten ihrer Vergangenheit auseinandersetzen...

Kritik

"Ein ungezähmtes Leben" ist ein schöner Film, der vom Leben erzählt. Er drückt genau aus, wie schwer es ist, zu verzeihen, aufeinander zuzugehen, loszulassen. Trotz allem spürt man die Liebe zwischen den Charakteren und wie schwer der erste Schritt ist. Diese Geschichte könnte sich in jedem Wohnzimmer abspielen, das macht den Film so lebhaft und ansprechend. Liebe und Hass sind überall.

Robert Redford, Morgan Freeman und Jennifer Lopez und die kleine Becca Gardner spielten ihre Rollen einfach ergreifend. Fasziniert hat mich vor allem Robert Redford, denn dieser Film erinnerte mich ein wenig an "Der Pferdeflüsterer", Morgen Freeman allemal und die Darbietung von Jennifer Lopez, von der ich kein Fan bin, hat mir in diesem Film gefallen. War zwar nicht so Top wie die anderen, aber auch kein Flop.

Beschränkte Drehbuchschwächen gab es aber, die die Story manchmal stocken ließen und dies betraf immer das Liebesleben von Jean. Bedauerlich – aus diesen Storys hätte man mehr machen können.

Fazit

Ein Film, den man sich durchaus ansehen kann und der Eindruck hinterlässt, trotz Schwächen.

Dana Greve - myFanbase
09.05.2007

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