Bewertung: 8
Tony Scott

Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

Du denkst, es spielt sich alles nur in deinem Kopf ab?
Dann geh zurück und sieh genauer hin...

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

New Orleans, USA.

Es ist ein sonniger Tag an dem eine Fähre voll US-Soldaten mit ihren Familien zu einer Feier unterwegs ist. Die Stimmung an Bord ist ausgelassen, die Musik verleitet zu Fröhlichkeit und die Kinder lachen... als es plötzlich im Parkdeck zu einer verheerenden Explosion kommt.

530 Tote, jede Menge verletzt und verängstigte Menschen, weinende und betende Angehörige … das ist das Bild, welches sich dem ATF Agenten Doug Carlin (Denzel Washington) bietet als er am Unglücksort eintrifft. Am Ufer des Flusses findet er unter anderem die Reste eines Sprengmechanismus und ihm wird klar, dass es sich nicht um ein Unglück, sondern um ein Verbrechen handelt.

Während der Untersuchung des Tatorts erhält Doug einen Anruf aus der Gerichtsmedizin: es wurde eine sonderbare Leiche gefunden. Als er im Labor ankommt und die Tote sieht ist ihm schnell klar, dass es sich bei Claire Kuchever (Paula Patton) nicht um eines der Fähren-Opfer handelt, jedoch, dass dieser Mord in direktem Zusammenhang mit dem Anschlag stehen muss. Die Leiche wies drei abgetrennte Finger an der rechten Hand sowie Verbrennungen auf der rechten Körperhälfte auf. Außerdem waren an ihrem Mund Spuren von Klebeband festzustellen und sie trug nur noch einen Ohrring.

Zurück am Unglücksort teilt Doug seine Hinweise den bereits ermittelnden FBI Beamten mit. Dabei sieht er plötzlich den Wagen seines vermissten Partners Larry Minuti (Matt Craven) am Kai stehen. Als er sich nach ihm erkundigt, erfährt er, dass an dieser Stelle nur die Autos der Personen, welche auf der Fähre waren und bei der Explosion umkamen, geparkt sind. Doug verlässt erschüttert die Ermittlungen.

Agent Pryzwarra (Val Kilmer) holt ihn ein und bittet ihn aufgrund seiner enormen Fähigkeiten bei der Spurensuche, den FBI Mitarbeitern bei einer speziellen Form der Untersuchung zu helfen und damit zur Lösung des Falls beizutragen. Doug willigt ein und wird in eine der neuesten geheimen technischen Errungenschaften Amerikas eingeweiht. Es handelt sich dabei um ein Gerät, durch welches man vier Tage und sechs Stunden in die Vergangenheit sehen kann. Sprich die Vergangenheit läuft in Echtzeit noch einmal auf der Leinwand ab. Vor- oder Zurückspulen ist unmöglich – deshalb wollte die FBI Einheit Doug in ihrem Team.

Die Ermittler beobachten auf Dougs Wunsch hin den Tagesablauf von Claire Kuchever und Doug stellt dabei fest, dass es sich nicht um eine "Aufzeichnung"" der Vergangenheit handelt, sondern dass die Forscher es geschafft haben, ein Zeitfenster in die Vergangenheit zu öffnen. Alle Versuche lebende Objekte in die Vergangenheit zu befördern sind bisher allerdings fehlgeschlagen. Daher entschließen sie sich dem Doug in der Vergangenheit eine Nachricht zu schicken, um so den Mord an Claire und das Bombenattentat zu verhindern.

Die Nachricht erreicht allerdings nicht Doug, sondern dessen Partner Larry, der die Botschaft ernst nimmt und sich auf den Weg zur Anlegestelle der Fähre macht, wo er auch prompt auf den Mörder trifft. Fassungs- und hilflos zugleich muss Doug in der Gegenwart mit ansehen, wie sein Partner in der Vergangenheit angeschossen und verschleppt wird. Er nimmt mit der mobilen Einheit des Zeitfenster-Gerätes die Verfolgung des Mörders in der Gegenwart auf, da er ja durch das Zeitfenster den Weg des Mörders in der Vergangenheit verfolgen kann. Allerdings darf der Abstand (geographisch gesehen) nicht zu groß werden, da das Zeitfenster nur einen bestimmten Radius in der Vergangenheit zeigen kann.

Doug schafft es, den Mörder, welcher mittlerweile als Carroll Oerstadt (Jim Caviezel) identifiziert wurde, bis zu seinem Unterschlupf zu verfolgen. In der Gegenwart findet er nur eine vollkommen zerstöre Ruine vor – in der Vergangenheit sieht er wie Oerstadt seinen Partner, der noch am Leben ist und gerade das Bewusstsein zurück erlangt, mit Benzin übergießt. Jedoch zündet Oerstadt Larry nicht gleich an, sondern erschießt ihn vorher. Doug findet in der Gegenwart die sterblichen Überreste seines Partners in einem Bassin für Krokodile.

Als das FBI in der Gegenwart bei der zerstörten Ruine eintrifft und die Spurensicherung beginnt, findet Doug einen Ohrring. Dieser ist der vermisste Ohrring von Claires Leiche – damit ist für Doug klar, dass Claire innerhalb der nächsten Tage in der Vergangenheit in die Gewalt von Oerstadt kommen muss. Mittlerweile ist Doug auch klar, wieso Claire in Kontakt mit diesem Mörder kommt: dadurch, dass Dougs Partner Larry Oerstadts Wagen angeschossen hat, brauchte dieser ein neues Fahrzeug mit dem er die Bombe an Bord der Fähre bringen konnte. Oerstadt kann kurz darauf in der Gegenwart gefasst werden.

Doug setzt nun alles daran den Mord an Claire in der Vergangenheit zu verhindern, als das FBI aufgrund der erfolgten Verhaftung von Oerstadt die Ermittlungen einstellt und beginnt die Gerätschaften abzubauen. Doug geht noch mal zurück in Claires Wohnung und findet dort den entscheidenden Hinweis, dass er sie tatsächlich retten kann. Er geht daraufhin zurück zu Agent Pryzwarra und bittet ihn um Hilfe. Dieser lehnt jedoch ab und Doug versucht alleine an die Zeitfenster-Maschine ran zu kommen – er hat vor selber in die Vergangenheit zu reisen. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe von Denny (Adam Goldberg), einem der Wissenschaftler des FBI-Teams. Gemeinsam schaffen sie es Doug in die Vergangenheit zu schicken...

Kritik

Zunächst vorweg: da man bei diesem Film doch ein wenig mitdenken sollte, würde ich niemandem empfehlen sich die Spätvorstellung anzusehen wenn man nicht fit ist!

An sich ist "Déjà Vu" aber ein guter Film und es lohnt sich, ins Kino zu gehen. Denzel Washington bringt eine gute schauspielerische Leistung, vor allem aber, als er eine Erklärung für das Zeitfenstergerät fordert – hier kann er Wut und Sarkasmus gut mischen und auch treffend darstellen. Auch sonst hat der Film einige Lacher zu bieten.

Die Action kommt meiner Meinung nach nicht zu kurz (alleine die Verfolgungsszenen zwischen "Vergangenheit und Gegenwart" finde ich ausgezeichnet) und es wurde Gott sei Dank nur ein Minimum an "Handkamera-Szenen" gedreht!

Was mich persönlich auch gefreut hat, ist, dass man am Ende aus dem Kino geht und einen Film der aus "Past-Present-Future"-Teilen besteht auch verstanden hat (obwohl ich persönlich ber Erklärungen über Einstein und dessen Theorien eher ausgestiegen bin)!

Fazit

Actiongeladener Film mit einem brillianten Denzel Washington, der gekonnt Humor, Sarkasmus und Wut zu vereinen weiß. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

Uschi Poindl - myFanbase
17.01.2007

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