Bewertung: 8
John Musker, Ron Clements

Arielle, die Meerjungfrau

"I want to be part of that world."

Foto: Arielle - Copyright: Disney
Arielle
© Disney

Inhalt

Tief unter dem Meer wohnt die Meerjungfrau-Prinzessin Arielle. Sie führt ein relativ eintöniges Leben am Hof und vertreibt sich ihre Zeit damit Gegenstände aus der Menschenwelt zu sammeln. Schon immer war sie von dem Leben an Land fasziniert und ersehnt sich nichts mehr, als selbst auf zwei Beinen gehen zu können. Als sie bei einem Ausflug an die Wasseroberfläche den Prinzen Eric sieht, verliebt sie sich augenblicklich in ihn. Doch weiß Arielle, dass es ihr niemals möglich sein wird mit diesem Menschen eine gemeinsame Zukunft zu haben. Die böse Meerhexe Ursula schlägt der Verliebten allerdings einen Deal vor: Sie verwandelt Arielle in einen Menschen, die im Gegenzug ihre Stimme abgeben muss. Drei Tage bekommt sie Zeit das Herz von Eric für sich zu gewinnen, ansonsten verliert sie nicht nur ihre Stimme, sondern ebenso ihre Seele.

Kritik

Im Jahre 1989 kam mit "Arielle, die Meerjungfrau" der bereits achtundzwanzigste abendfüllende Film aus dem Hause Disney in die Kinos. Die Geschichte um die Meerjungfrau, die so gerne ein Mensch wäre, lässt Herzen höherschlagen. Kindgerecht hat man auch hier die echte Geschichte etwas umgewandelt, sodass es typisch Disney ein bezauberndes Happyend geben konnte.

Wenn man sich diesen Film auf Deutsch anschaut, dann sollte man unbedingt darauf achten die Synchronisation von '89 zu nehmen. Später hatte man sich für eine Überarbeitung entschieden, wobei auch die Lieder komplett umgeschrieben wurden und der Film kaum noch als sehenswert betrachtet werden kann. Die Originalversion hingegen ist absolut bezaubernd!

Die Unterwasserwelt von Atlantica wird bildgewaltig und farbenfroh präsentiert. Hier leben Meerjungfrauen gemeinsam mit den unterschiedlichsten Bewohnern des Ozeans friedlich Seite an Seite. Seien es nun Fische, Krabben oder Pflanzen sie alle leben in Harmonie. Die ganze Welt von Atlantica ist faszinierend und man kann deutlich sehen, dass alles sehr hell gehalten wird und die Lieder passenderweise einen wunderschönen Klang haben und zum Mitsingen einladen. Auf der anderen Seite gibt es noch die dunklen Seiten des Ozeans den Ort, den Ursula ihr zu Hause nennt und ihn mit ihren Zitteraalen teilt. Man spürt sofort, dass das ein böser Ort ist, denn plötzlich wird alles dunkel gehalten, von Harmonie keine Spur. Auch die Lieder werden düsterer und versprechen Unheil. Diese unterschiedliche Darstellung ist Disney hervorragend gelungen, sodass eine spannende Atmosphäre erzeugt wird.

Dann gibt es noch die eher fade Menschenwelt, in der Arielle versucht das Herz des Prinzen für sich zu erobern. Eine Liebesgeschichte in drei Tagen abzuhandeln ist zwar etwas vorschnell, allerdings für Disney auch sehr typisch. Was besonders fasziniert ist, wie die Gestik und Mimik von Arielle an diesen Stellen gezeichnet ist. Da sie ihre Stimme verloren hat, muss sie sich auf andere Weise verständigen und das wird sehr realistisch dargestellt.

Im Film harmoniert eigentlich alles. Die Charaktere spielen alle sehr gut zusammen und ergänzen einander, wodurch man eine breite Facette an komplett unterschiedlichen Rollen hat. Vom freundlichen Fisch Fabius, über die treuergebene Krabbe Sebastian, bis hin zum leicht verpeilten Albatros Scuttle. Abgerundet werden die Geschehnisse durch die großartigen Ohrwurm-Songs, die man so schnell wohl nicht mehr vergessen wird.

Fazit

Alles in allem handelt es sich bei "Arielle, die Meerjungfrau" um einen süßen und zugleich spannenden Film für die ganze Familie. An einigen Stellen ist er allerdings sehr düster und unheimlich! Da sollte man dann doch etwas vorsichtig sein und überlegen, ob man den Film den ganz Kleinen schon zeigen möchte!

Sanny Binder - myFanbase
03.12.2016

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