Bewertung: 8
Kirk De Micco & Chris Sanders

Croods, Die

Neu ist immer schlechter. Hab' nie keine Angst vor irgendwas!

Foto: Copyright: 2013 Twentieth Century Fox
© 2013 Twentieth Century Fox

Inhalt

Die Croods sind eine sechsköpfige Familie von Höhlenmenschen. Nie haben sie etwas anderes gemacht, als in ihrer Höhle gehaust, denn dank ihrem Vater Grug leben sie nach dem Motto "Neu ist immer schlecht! Veränderungen sind schlecht!". Doch die älteste Tochter der Familie, Eep, sieht alles ganz anders. Sie möchte nichts lieber als die große, weite Welt erforschen und ihrem Leben endlich einen geeigneten Sinn geben. Als die Höhle der Croods einstürzt, begeben sie sich auf ein Abenteuer, das das Leben der Familie von Grund auf verändert.

Kritik

Der US-amerikanische 3D-Animationsfilm "Die Croods" liefert den Zuschauern eine sowohl spannende als auch unterhaltsame prähistorische Geschichte über die Entwicklung der Steinzeitmenschen zu nomadischen und moderneren Menschen.

Schon immer haben die Croods in ein und derselben Höhle gewohnt und nichts in ihrem Leben hat sich jemals verändert. Grug ist der überfürsorgliche Vater der sechsköpfigen Familie, der alles dafür geben würde, um seine Familie am Leben zu erhalten. Aus genau diesem Grund darf niemand die Höhle verlassen, es sei denn, er gibt ein Zeichen, dass es draußen sicher ist. Doch die Rechnung hat er ohne seine rebellische Tochter Eep gemacht. Sie liebt es, neue Dinge zu erforschen und hat es satt, auf Ewig in einer Höhle zu hausen. Sie möchte Veränderungen. Eines Nachts schleicht sie sich aus der Höhle und lernt den Nomaden Guy kennen, der ihr Leben und ihre Weltanschauung von Grund auf verändert.

Die Geschichte rund um die Familie der Croods hat mir sehr gut gefallen und auch die Charaktere sind wirklich sympathisch. Eep ist ein typischer Teenager, der sich gegen seine Eltern widersetzt und Dinge gerne auf eigene Faust erledigt. Wenn man an seine eigene Zeit als Teenager zurückdenkt, kann man sehr viel von ihr in einem selbst wiedererkennen. Jeder wird im Leben mal die Phase gehabt haben, in welcher man es leid war, die Regeln der Eltern zu befolgen. Dadurch, dass man sich so gut mit ihr identifizieren kann, hat man als älterer Zuschauer noch viel mehr Spaß daran, dem Werdegang der Geschichte zu folgen.

Auch die anderen Charaktere konnten durchweg überzeugen. Angefangen bei dem fürsorglichen Vater, für den das Überleben der Familie an erster Stelle steht, bis hin zur nervigen Schwiegermutter, die einfach nicht sterben will. Ihre schlagfertigen Sprüche haben mich oftmals zum Lachen gebracht. Der absolute Brüller ist allerdings das jüngste Croods-Mitglied Sandy. Sie ist weniger ein Kind als eine kleine wildgewordene Bestie, die keinerlei Angst vor den Ungeheuern um sie herum hat. Reden tut sie nicht, aber dafür knurrt sie wie ein tollwütiger Hund.

Natürlich darf auch hier eine Liebesgeschichte nicht fehlen und es ist schon am Anfang des Filmes klar, dass sich diese zwischen Eep und Guy abspielen wird. Auf ihrer abenteuerlichen Reise in eine Welt, die nur "der Morgen" genannt wird, kommen die beiden sich immer näher und Eep ist begeistert von den Ideen und Vorschlägen, die Guy hat, um die Familie sicher durch die Natur zu bringen. Er ist ein typischer Frauenheld und auch als Zuschauer verfällt man seinem Charme und erfinderischem Wesen sehr schnell.

Die 3D-Effekte sind ausgesprochen gut und man merkt, wie weit die Technik heutzutage dafür fortgeschritten ist. Das ein oder andere Mal habe ich nach den schwebenden Pusteblumen und Staubkörnern gegriffen, weil alles so real gewirkt hat. Es ist, als wäre man mitten im Geschehen und darüber ich war sehr fasziniert.

Oft ist es auch so, dass die Synchronisation den Film um einiges schlechter darstellen lässt, als er eigentlich ist. Bei "Die Croods" ist das allerdings nicht der Fall. Mit Kostja Ullmann, Uwe Ochsenknecht und Janin Reinhardt wurden fantastische deutsche Schauspieler für die jeweiligen Rollen gefunden. Somit hat der Film absoluts nicht an Witz und Charme verloren und ist auch auf Deutsch ein absolut unterhaltsamer Spaß für die ganze Familie. Zudem bietet er massig Potenzial für eine ebenso spannende Fortsetzung.

Das einzig Fragwürdige an diesem Film ist allerdings die Altersbeschränkung, denn es gibt keine. Allerdings wird ein dreidimensionales Weltuntergangsszenario geboten, was absolut nichts für kleine Kinder ist. Die Abenteuer, die die Croods erleben, bestehen aus Nahtoderlebnissen, über wildgewordenen Vögeln, die ein Tier binnen Sekunden bis auf die Knochen zerfressen bis hin zu den unheimlichsten Bestien zwischen den Bäumen. Auch die Erdbeben sind vor allem aufgrund der 3D-Effekte nichts für schwache Nerven und ich denke, solche Dinge muss man keinem 3-jährigen Kind im Kino zumuten. Aus diesem Grund würde ich auch empfehlen, dass man sich diesen Film eher mit seinen etwas älteren Kindern anschauen sollte

Fazit

Ein durch und durch spannender und witziger Film für die ganze Familie. Mit "Die Croods" wurde endlich mal wieder ein einmaliger Animationsfilm erschaffen, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Sanny Binder - myFanbase
16.03.2013

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