Bewertung
Yam Laranas

Echo, The

Das letzte was du hörst, bevor du stirbst...

Foto: Copyright: 2012 STUDIOCANAL GmbH
© 2012 STUDIOCANAL GmbH

Inhalt

Bobby Walker (Jesse Bradford) wird auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen und zieht in die Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Mutter. Doch schon kurz darauf hört er merkwürdige Stimmen aus der Wohnung der Nachbarn und Streitereien, die kein anderer wahrzunehmen scheint. Als es zu einem Todesfall kommt und auch seine Ex-Freundin Alyssa (Amelia Warner) in Gefahr gerät, versucht er, hinter das Geheimnis der Nachbars-Familie zu kommen.

Kritik

Auf dem Cover wird damit geworben, dass der Film von den Produzenten von "The Ring" und "The Grudge" stammt, was man gar nicht hätte erwähnen brauchen, da die Ähnlichkeit sofort auffällt. Und natürlich handelt es sich auch hierbei wieder um ein Remake, nämlich des philippinischen Horrorfilms "Sigaw".

Der Film beginnt mit der Stimme von Bobbys Mutter, die ziemlich verängstigt scheint und man schafft es durchaus, eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen und auch im weiteren Verlauf des Films kommt dies das ein oder andere Mal vor - doch so richtig gruseln tut man sich nicht. Dafür hat man das alles schon zu oft gesehen. Vor allem bei "The Grudge" und dessen Fortsetzungen scheint man hier einiges abgeschaut zu haben, sowohl was den Schauplatz angeht als auch die unheimlichen Fratzen, die öfters mal auftauchen, einem vielleicht auch ab und an zusammenzucken lassen, aber auch nicht richtig schocken können. Weswegen der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist, ist mir auch ein Rätsel, da ich schon Filme ab 16 gesehen habe, die um einiges brutaler waren. Zwar gibt es öfters mal Blut zusehen, aber nie wird jemand so übel zugerichtet, dass man am liebsten wegschauen möchte.

Zumindest die Darsteller sind ganz in Ordnung. Jesse Bradford nimmt man seine Rolle jederzeit ab und auch Amelia Warner ist so weit überzeugend, nur bleibt ihre Rolle zu blass und unscheinbar. Sie ist halt die hübsche, klischeehafte Freundin, die es haufenweise in Filmen dieser Art zu sehen gibt. Auch die marode Ausstattung der Wohnung bzw. des kompletten Gebäudes passt gut zur Atmosphäre des Films und die unheimlichen Momente mit den Flüsterstimmen werden gut und effektvoll inszeniert, auch wenn sie, wie schon erwähnt, nicht immer richtig gruselig sind. Die Auflösung ist auch eher unspektakulär geraten, erinnert sie doch ebenfalls zu sehr an "The Grudge".

Fazit

"The Echo" ist ein solider Gruselfilm, der sich aber zu sehr an "The Grudge" orientiert und nichts Innovatives zu bieten hat. Dafür können aber die Darsteller, der Schauplatz und die Atmosphäre einigermaßen überzeugen.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
04.01.2013

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