Bewertung: 6
Scott Speer

Step Up: Miami Heat

When the mob speaks, everyone listens.

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Inhalt

Wer steckt hinter "The MOB"? Das fragt sich allmählich ganz Miami, denn eine Gruppe jugendlicher Tänzer macht mit organisierten Flashmobs die Gegend unsicher. Danach stellen sie die Videos online und wollen mit vielen Klicks und Bekanntheit an einen Sponsorenvertrag kommen. Sean (Ryan Guzman) und Eddy (Misha Gabriel Hamilton) haben "The MOB" ins Leben gerufen und sind nahe dran, ihr Ziel zu erreichen. Als Sean sich in Emily (Kathryn McCormick) verliebt, die ebenfalls professionelle Tänzerin sein möchte und sie sogar in seiner Gang aufnimmt, wird die Lage brenzlig. Denn sie ist die Tochter des reichen Hotelunternehmers Anderson (Peter Gallagher), der Seans Viertel zerstören und Luxusgebäude konstruieren lassen möchte.

Kritik

Nach dem Flop des dritten Teils "Step Up 3D" war ich skeptisch, was den vierten Teil der Tanzreihe anging. Während in "Step Up 3D" weder 3D-Effekte noch Handlung oder gar die Musik überzeugen konnten, hat man glücklicherweise dazugelernt und in "Step Up: Miami Heat" einiges wieder gutgemacht.

Natürlich kommt die Story nicht an "Step Up" oder "Step Up 2 The Streets" heran, sie ist aber auch nicht unterirdisch schlecht, so wie im dritten Teil. Es ist zwar eine nicht gerade unvorhersehbare oder tiefgründige Handlung, aber immerhin gibt es eine und es passiert tatsächlich mehr, als gedacht. Zudem hat man durch die Flashmob-Aktionen frischen Wind in die "Step Up"-Reihe gebracht und sich zumindest Mühe gegeben, etwas Neues zu kreieren. Dass am Ende alles gut ausgeht, die Paare zueinander finden und ein feierliches Happy-End stattfindet, bezweifelt man zu keiner Sekunde und dennoch gibt es ein paar Szenen, in denen man den Charakteren und besonders Emily die Daumen drückt. Trotzdem sind die meisten Dialoge ziemlich platt und wirken wie aus anderen Filmen zusammengeschnitten.

Bei der Auswahl der Darsteller wurde nach dem Äußeren und den Tanzkünsten gegangen. In knappen Outfits unter der Sonne von Miami machen die Tänzer und Tänzerinnen eine gute Figur und sind eine Augenweide für beide Geschlechter. Neben den Schauspielkünsten, die hier keinen Darsteller groß überfordern dürften, überzeugt der Cast vor allem als Profitänzer. Misha Gabriel Hamilton, der schön für Stars wie Michael Jackson tanzte, hat wirklich tolle Moves drauf. Ebenso wie "Fame"-Darstellerin Kathryn McCormick, die hier endlich beweisen kann, dass sie eine gute Schauspielerin und eine noch bessere Tänzerin. Mit Hauptdarsteller Ryan Guzman legt sie tolle Performances hin.

Und das ist es, was "Step Up: Miami Heat" erreichen möchte. Show, Show und noch mal Show. Egal ob Tanzbegeisterte oder -muffel, bei diesen abgefahrenen Moves schwingt das Bein im Takt mit. Die Choreographien der Flashmobs hauen einen richtig um. Der Soundtrack, die Lichteffekte und die perfekt ausgeklügelten Locations machen einiges her. Mit Unterstützung der 3D-Brille, die es diesmal sogar wert ist, schinden die Tanzszenen sogar noch mehr Eindruck. Man wartet immerzu auf den nächsten toll organisieren Flashmob und wird von den Performances nicht enttäuscht. Der Schluss ist zwar etwas dick aufgetragen, aber auf die Handlung kommt es am Ende eh nicht an.

Fazit

Das Filmposter sagt eigentlich schon alles. Coole Choreographien, hübsche Hauptdarsteller und alles unter der sonnigen Kulisse von Miami. Die Devise für "Step Up: Miami Heat" lautet: zurücklehnen, 3D-Brille aufsetzen und sich ohne viel Nachdenken von den starken Flashmobs berieseln lassen.

Tanya Sarikaya - myFanbase
05.09.2012

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