Bewertung: 7
Steve Martino, Mike Thurmeier

Ice Age 4 - Voll verschoben

"Verflixt noch mal, ich will pennen!" - Sids Großmutter

Foto: Copyright: 2012 Twentieth Century Fox
© 2012 Twentieth Century Fox

Inhalt

Mannis Familienglück ist fast perfekt, wäre da nicht sein Vaterinstinkt, seine Teenagetochter Peaches von allem Bösen inklusive Jungs fernzuhalten. Als sich Vater und Tochter wieder in die Haare kriegen, passiert noch was viel Schlimmeres. Durch den übermotivierten Versuch von Nager Scrat, seine Nuss zu ergattern, verursacht er einen globalen Erdrutsch, der Manni und seine Herde unmittelbar in Gefahr bringt. Denn ein riesiger Erdspalt tut sich auf und trennt Manni, Sid und Diego von der übrigen Herde. Das Trio kann sich auf eine Eisscholle retten und treibt aufs offene Meer hinaus, inklusive Sids Großmutter, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Manni setzt alles daran, wieder zu seiner Familie zurückzufinden und gerät mit seinen Freunden bald an eine Piratengang, die ihm sein Vorhaben deutlich erschwert.

Kritik

"Ice Age" hat durch seine liebenswürdigen und tierisch lustigen Charaktere einen gewissen Kultstatus unter den Animationsfilmen erreicht, so dass es immer eine Freude ist, wenn die nächste Fortsetzung erscheint. Nach drei glänzenden Vorgängern, die das Niveau in Sachen Unterhaltung und Humor stets halten konnten, verspricht der vierte Teil natürlich viel. "Ice Age"-Fans werden auch nicht enttäuscht werden, denn in alter Manier geht es an ein neues Abenteuer.

Diesmal haben Manni und seine Herde mit der Kontinentalverschiebung zu kämpfen, die nicht besser hätte eingeleitet werden können. Scrat und seine Nuss sind jedes Mal ein Highlight für sich und erklären die Erdverschiebung besser als jeder Geschichtslehrer. Mit diesem vergnüglichen Einstieg werden auch gleich eine Fülle von neuen Charakteren eingeführt. Da wären zum einen Manni und Ellis heranwachsende Tochter Peaches, die für tolle Szenen sorgt. Ein weiteres Plus ist Sids dickköpfige Oma, die wirklich allen die Show stiehlt. Jede Szene mit ihr ist erstklassig und verursacht Lachkrämpfe. "Ice Age 4 - Voll verschoben" macht genau so viel Spaß wie seine drei Vorgänger und auch hier lohnt sich in mehr Szenen als gedacht die 3D-Brille. Besonders wenn Manni, Sid und Diego auf Eisschollen auf dem Meer treiben oder Diego in Action zu sehen ist, hebt der 3D-Effekt die Szenen hervor.

Mit vielen Charakteren kommt natürlich auch der Nachteil, dass viele in nur wenigen Szenen zu sehen sind und gegen alteingesessene Charaktere keine Chance haben. So wirken Peaches' Schwarm Ethan, Diegos Love-Interest Shira und der Bösewicht Utan etwas flach. Aber das schmälert den Gesamteindruck nicht, da man den Fokus deutlich auf die Originalcharaktere legt und das ist auch gut so. Zudem hat man mit der herrlichen Großmutter in Zusammenspiel mit dem konstant dämlich-witzigen Sid wirklich alles richtig gemacht.

Dass die Handlung aber nur Mittel zum Zweck ist, versteht sich von allein. Während man mit den Dinosauriern vergleichsweise ein großes Geschehen thematisierte, wird in diesem Teil etwas kürzer getreten. Zwar wird Manni von seiner Familie getrennt und gerät mit seinen zwei Kumpels Sid und Diego an eine Piratenmeute, aber man muss sich eingestehen, dass Piraten in letzter Zeit einfach zu häufig auf der Bildfläche zu sehen waren und deshalb wirkt die Story auch nicht so frisch, wie sie sein möchte. Dennoch erreicht "Ice Age 4 Voll verschoben" sein Ziel, nämlich in einer geringen Spielzeit ein Maximum an Gags und Lachern hervorzurufen, so dass man bestens unterhalten wird und sich schon jetzt sicher sein kann, dass Teil 5 ähnlich spaßig wird.

Fazit

Zwar wirkt der vierte Teil etwas überladen, ist aber ein kurzweiliges Vergnügen und macht genau so viel Spaß wie seine drei Vorgänger. Und für eingefleischte "Ice Age"-Fans ist dieser Teil sowieso ein Muss.

Tanya Sarikaya - myFanbase
19.07.2012

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