Bewertung: 5
Jonah Loop

Arena

Es gibt keinen härteren Kampf, als den Kampf um dein Leben.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment GmbH
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Inhalt

Nach dem Unfalltod seiner schwangeren Frau Lori (Nina Dobrev) zieht der Feuerwehrmann David Lord (Kellan Lutz) durch die heruntergekommensten Bars Mexikos, um seine Trauer im Alkohol zu ertränken. Dabei gerät er in die Fänge des sadistischen Geschäftsmannes Logan (Samuel L. Jackson), der gemeinsam mit seinen Gehilfen Milla (Katia Winter), die David in die Falle lockt, und Kaden (Johnny Messner) Kämpfe auf Leben und Tod veranstaltet, die übers Internet an zahlende Kunden übertragen werden. David wird von Kaden durch Folter und Erpressung zum Mitmachen gezwungen. Schließlich geht der Feuerwehrmann einen Deal mit seinen Entführern ein: Wenn er zehn Kämpfe gewinnt, darf er in einem letzten Entscheidungsmatch gegen Kaden um seine Freiheit fighten.

Kritik

Die Zeit der Gladiatorenspiele ist lange vorbei, doch die Idee, Menschen zum Vergnügen eines Publikums auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen zu lassen, kann keineswegs als ausgestorben bezeichnet werden. Immer wieder nehmen sich Filme dieses Themas an.

In "Arena" findet sich ein frischverwitweter Feuerwehrmann als Gladiator wieder und muss in blutigen Zweikämpfen gegen andere Männer antreten, die wie er entführt wurden. Hinter diesen modernen Gladiatorenkämpfen stecken der Geschäftsmann Logan und seine Helfershelfer, die ihr unmenschliches Geschäft seit Jahren erfolgreich betreiben, trotz aller Versuche von FBI und CIA, ihnen das Handwerk zu legen. Wieso es so verdammt schwer ist, Logan und seinen blutigen Zirkus aufzuspüren, ist nur eine von vielen hintergründigen Fragen, die der Film komplett offen lässt. Auch was die zahlenden Zuschauer des Spektakels betrifft, die per Klick darüber entscheiden dürfen, ob der unterlegene Gegner getötet wird, sehen wir nur zwei ziemlich klischeehafte Beispiele - einen japanischen Büroangestellten und eine Gruppe amerikanischer Collegekids. Es bleibt vollkommen im Dunkeln, wie und warum diese Menschen zu einem solchen Freizeitvergnügen gekommen sind und ob ihnen irgendwelche Konsequenzen drohen.

Die Handlung ist vor allem auf David Lord fokussiert, der zunächst körperlich und seelisch gefoltert wird und dann zahlreiche Kämpfe austragen muss, nach denen er sich von seiner Entführerin Milla immer wieder zusammenflicken lässt. Diese Szenen sind zum Teil durchaus intensiv und lassen beim Zuschauer definitiv keine Langeweile aufkommen. Als interessant erweist sich dabei Millas Situation. Natürlich sind ihre aufkeimenden Gefühle für David eine recht einfallslose Storyentwicklung, dennoch hat es eine faszinierende Note, dass diese Frau, an deren Händen sprichwörtlich eine Menge Blut klebt, im Laufe ihrer Sanitätseinsätze bei David zum ersten Mal tatsächlich Blut an ihren Händen spürt. Sie wird auf eine ganz neue, körperliche Art mit den Folgen ihrer Taten konfrontiert und verändert sich dadurch. Die anderen beiden Bösewichte, Logan und Kaden, bleiben dagegen von Anfang bis Ende oberflächliche, von niederen Gelüsten getriebene Figuren, für die man nur Verachtung empfinden kann.

Es stecken einige Vorhersehbarkeiten im ersten Abschnitt des Films, die aber wiederum in der zweiten Hälfte mit der einen oder anderen Überraschung ausgeglichen werden. Mehrere bekannte Seriendarsteller spielen kleine bis winzige Nebenrollen, deretwegen man diesen Film aber nicht sehen muss, wenn einen die Story und die blutigen Szenen ansonsten nicht interessieren.

Fazit

Der Film "Arena" hat seine (blutigen) Momente und ist keinesfalls langweilig, bietet aber wenig Tiefe und gewinnt der Thematik um moderne Gladiatorenkämpfe keine neuen Seiten ab.

Maret Hosemann - myFanbase
09.06.2012

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