Bewertung: 8
Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg

American Pie - Das Klassentreffen

"Hallo, unser Auto hat eine Panne, dürften wir ihr Telefon benutzen?" - "Sie wollen mir jetzt wirklich weiß machen, das keiner von euch drei jungen Leuten ein Handy dabei hat?"

Foto: Copyright: 2012 Universal Pictures Germany
© 2012 Universal Pictures Germany

Inhalt

Es sind 13 Jahre vergangen, seitdem die vier Jungfrauen Jim (Jason Biggs), Finch (Eddie Kaye Thomas), Oz (Chris Klein) und Kevin (Thomas Ian Nicholas) zum ersten mal Sex hatten. Jetzt kommen sie alle in ihre alte Heimat zurück, um das Klassentreffen des Jahrgangs 1999 zu besuchen. Vorab verabreden sie sich einige Tage vorher, um noch einmal wie in alten Tagen zu feiern. Dabei kreuzen sich ihre Wege auch mit Stifler (Seann William Scott), der sie zu verrückten Aktionen überredet. Jim will diese Zeit aber unter anderem dafür verwenden, um sein Liebesleben mit Michelle (Alyson Hannigan-Denisof) zu verbessern, welches nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes gelitten hat. Obwohl er sein Bestes gibt, kommt alles ganz anders. Dies hat vor allem damit zu tun, dass das kleine Mädchen, bei welcher Jim früher den Babysitter gespielt hat, heute 18 ist und total auf ihn abfährt.

Kritik

"Back to the roots" oder dann doch eher "Old school is better than new school", denn die Highschool-Abgänger des Jahres 1999 treiben nach einer halben Ewigkeit und einigen unsäglich schlechten "Pie"-Filmen, wieder ihr Unwesen auf der Kinoleinwand. Klar ist dabei, dass sie nicht mehr genauso abdrehen können wie noch vor 13 Jahren, denn sie sind 13 Jahre älter. Verheiratet, in Beziehungen, Fernsehstar, Firmenboss oder Weltenbummler. Was nicht so alles in den Jahren passieren kann. Zum Klassentreffen kommen im Übrigen wirklich alle, die auch im ersten Film mitgespielt haben. Sogar Nadja kommt, um ihren Freak wieder zu sehen. Alles in allem eine gute Zusammensetzung für einen guten Film. Oder etwa doch nicht?

Nein, tatsächlich. Das Regie-Duo Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg, die sich nicht durch die "American Pie"-Reihe einen Namen gemacht haben, sondern durch die "Harold & Kumar"-Filme, macht eine gigantische Kehrtwende zu ihren bisherigen Leistungen. Durch eine kleine Unterstützung vom Schreiberling Adam Herz, der schon das Skript zum ersten Film geschrieben hat, ist mit dem Klassentreffen eine Komödie entstanden, welche schwer an die alten Tage erinnert. Sowohl vom Inhalt als auch vom Niveau. Es fällt dabei dem Charakter Jim, damals noch eine ewige Jungfrau und heute verheiratet, deutlich schwer, seine Augen von seiner Nachbarin Kara zu lassen. Im Übrigen wird sie gespielt von Ali Cobrin, die bis dato keine wirklichen Nacktbilder von sich im Internet finden konnte, was sich nach diesem Film aber ändern könnte. Dass sich durch diesen Umstand die typische Katastrophe heraus entwickelt, bei der die halbe Nachbarschaft Wind davon bekommt, ist einem von Anfang an klar. Ebenso erleben wir den Stifmeister in seiner Höchstform, zumindest was seine Aktionen anbelangt. Dass es an gewissen Stellen auch eklig werden kann, scheint ein gutes Mittel zum Zweck gewesen zu sein. Die Lacher sind an diesen Stellen zumindest garantiert.

Der Humor ist aber nicht nur etwas für frühpubertirende Kinder, sondern auch für die Generation des ersten Films. Dafür sorgt schon die Auseinandersetzung zwischen den fünf Männern mit einer jüngeren Generation von Jungs. Wer dabei als Sieger herausgeht, bleibt aber bis zum Ende nicht ganz sicher. Die "Alten" haben zumindest ein größeres Repertoire an Ideen, das sie in Dummheiten verwandeln können. Dabei darf auch Jims Vater nicht fehlen, der hier verstärkt in die Handlung eingebaut wurde und das i-Tüpfelchen für den gesamten Rahmen darstellt.

Fazit

American Pie... Leider geil.

Ignat Kress - myFanbase
17.04.2012

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