Bewertung: 6
Ben Palmer

Sex on the Beach

"Das ist für uns alle peinlich. Können wir uns neben euch setzen?"

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Inhalt

Das Leben an der Schule hat für die vier Freunde Will (Simon Bird), Jay (James Buckley), Neil (Blake Harrison) und Simon (Joe Thomas) ein Ende und das wollen sie gemeinsam mit einem Sommerurlaub abschließen. Kurz vor der Reise entschließt Carli (Emily Head), die Freundin von Simon, sich von ihm zu trennen. Auch entschließt sich der Großvater von Jay zu sterben, wodurch er eine schöne Summer Geld erbt. Mit dieser großen Summe Geld und gemischten Gefühlen fliegen die vier Jungs in den Süden auf der Suche nach Sex.

Im Paradies angekommen, müssen sie feststellen, dass ihr Hotel nicht dem entspricht, was in der Anzeige stand. Es ist ein heruntergekommenes Loch mit einem schon seit Jahren nicht mehr gesäuberten Swimmingpool. Noch am selben Tag beschließen sie, ins Stadtzentrum zu gehen und zu feiern, wo sie gleich auf vier bezaubernde Mädchen treffen.

Kritik

Im alten Königreich Großbritannien war und ist der Humor schon immer ein anderer gewesen, aber für viele weltweit ein beeindruckender. Dabei entstanden in letzter Zeit Sendungen wie "Little Britain", "The Office" oder "Mr. Bean", welche auch in Deutschland sehr erfolgreich im Programm mancher Fernsehsender liefen. Die Serie "The Inbetweeners" ist dagegen ein unbekanntes Stück Fernsehgeschichte in Deutschland, welche aber im Heimatland England ein riesiger Erfolg über drei Staffeln war. Und eben auf jener Serie beruht dieser Film. Ein Abschluss, welcher nicht in einer finalen Staffel mündet, sondern in einem Film, der auch noch im krisengeschüttelten Griechenland, genauergesagt auf Kreta, spielt.

Mit dieser kleinen Basisinformation ist es natürlich nicht verwunderlich, warum die vier Schauspieler wunderbar miteinander auskommen, in ihren Rollen perfekt vertieft sind und keinerlei Probleme damit haben, vermeintlich harmlose Situationen durch ein übertriebenes Maß an Jugendlichkeit und Perversität darzustellen. Damit ist auch gleich festzustellen, für welche Art von Zielgruppe dieser Film geeignet ist. Es sind zu einem Großteil Jugendliche, die sich mit den vier Jungs identifizieren können beziehungsweise auch für junge Frauen, die sich mit den vier weiblichen Darstellerinnen in gewissen Punkten wiederfinden. Vermutlich ist der Film für Zuschauer jenseits der 30-Jahre-Marke schwer zu verdauen, denn geboten wird so einiges, was nicht unbedingt gesehen werden will. Neben dem Meister des Selbstfellatios trifft der Zuschauer auf so manch andere nackte Haut, Fäkalien auf Großleinwand, Erbrochenes en masse oder Geschlechtsakte zwischen übertrieben reifen Frauen und heranwachsenden Jungen.

Seltsamerweise bleibt einem dabei die Spucke nicht im Mund hängen, sondern sie wird durch herzhaftes Lachen herauskatapultiert. Diese Komödie fährt eben nicht auf derselben Schiene wie die meisten Komödien, die sich in gewissen Punkten einfach zusammenreißen, um so keinen Skandal auszulösen. Es ist aber auch einfach eine Jugendkomödie, und Jugendliche nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn sie etwas denken.

Fazit

"Sex on the Beach" ist in drei Sichtweisen vollkommen zu empfehlen, mit der Gefahr hin, dass die Lust auf einen Sommerurlaub nur noch gesteigert wird.

Ignat Kress - myFanbase
27.01.2012

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