Bewertung: 6
Gilles Paquet-Brenner

Eingemauert

Some Secrets are best left buried.

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Inhalt

Die junge Abrissexpertin Sam Walczak (Mischa Barton) wird von ihrem Vater für ihr erstes eigenes Projekt eingeteilt - ein Wohnkomplex, in dem vor vielen Jahren sechzehn Menschen lebendig eingemauert wurden. Die wenigen Bewohner, die dort noch leben, erzählen Sam von dem verrückten Architekten, der dort gelebt hat, doch Sam will dem Ganzen nicht wirklich Glauben schenken - bis sie selbst hinter den Mauern gefangen ist...

Kritik

Zwei Jahre nachdem der Film hierzulande unter dem Titel "Walled In: Mauern der Angst" erschienen ist, gibt es nun eine Neuauflage mit neuem, aber ziemlich unpassenden, Cover. Vermutlich soll die halbnackte Frau, die Mischa Barton so gar nicht ähnelt, sondern eher Kristen Bell, neue Käufer anlocken, doch ob das gelingt, ist fraglich. Zudem ist der Originaltitel um einiges besser, als der neue Titel "Eingemauert", bei dem man vermuten könnte, es würde sich um ein TV-Movie handeln.

Dabei ist der Film selbst gar nicht mal so übel und weiß schon ab der Anfangsszene, in der ein kleines Mädchen eingemauert wird, zu überzeugen. Im Laufe des Films gibt es dann einige Überraschungen, denn es handelt sich nicht, wie zuerst angenommen, um einen Geisterfilm, jedenfalls nicht komplett, sondern um eine sehr interessante Geschichte rund um den Architekten, welche im letzten Drittel ein enttäuschendes, aber gewissermaßen auch überraschendes Ende nimmt. Hier hätte man durchaus mehr rausholen können, doch leider verschenken die Macher einiges an Storypotenzial.

Ansonsten wurde hier in Sachen Atmosphäre und Optik gut gearbeitet, denn das Gebäude wirkt teilweise recht bedrohlich und vor allem die Szenen in der Dunkelheit jagen einem manchmal einen Schauer über den Rücken. Auch sonst arbeitet der Regisseur mit den üblichen Gruselmitteln, wie leises Kindergeflüster oder unheimliche Gestalten, was recht gut funktioniert, doch was man auch schon öfters gesehen hat.

Bei den Darstellern gibt es eigentlich nicht viel zu meckern, denn die machen ihre Sache recht ordentlich. Vor allem Cameron Bright und Deborah Kara Unger stechen positiv heraus und gehen in ihren Rollen voll auf, während Mischa Barton, die in letzter Zeit eher mit peinlichen Eskapaden für Aufmerksamkeit sorgte, dagegen eher verblasst. Die restlichen Darsteller sind ebenfalls zufriedenstellend.

Fazit

"Eingemauert" ist sicher kein Meisterwerk, kann aber größtenteils überzeugen und schafft es, eine spannende Geschichte zu erzählen, die im letzten Drittel dann aber leider ein wenig enttäuscht. In Sachen Grusel und Atmosphäre macht der Film aber alles richtig und auch die Darsteller sind größtenteils überzeugend.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
20.10.2011

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