Bewertung: 5
John Schultz

Noobs, Die - Klein aber gemein

Hier geht's nicht um Ideen, hier geht's um Action.

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Stuart (Kevin Nealon) und seine Frau Nina (Gillian Vigman) wollen sich und der Familie mal wieder etwas Gutes tun und beschließen, mit ihren drei Kindern, Hannah (Ashley Boettcher), Tom (Carter Jenkins) und Bethany (Ashley Tisdale), in den Urlaub zu fahren. Gemeinsam mit Onkel Nate (Andy Richter), dessen Sohn Jake (Austin Butler), der Oma Rose (Doris Roberts) und den zwölfjährigen Zwillingen Art (Henri Young) und Lee (Regan Young) mieten sie sich ein dreistöckiges Haus fernab der Zivilisation. Bethanys volljähriger Freund Ricky (Robert Hoffman) ist zudem nachgekommen und will sich wegen der angeblichen Probleme am Wagen ebenfalls einquartieren. Besonders Tom gefällt dies gar nicht, hat er die wahren Absichten von Ricky doch bereits durchschaut.

Als Tom und Ricky auf dem Dach die Fernsehantenne richten wollen, stoßen sie auf die soeben gelandeten Noobs, außerirdische Wesen, die die Herrschaft über die Welt erlangen wollen, indem sie mit einer Gedankenkontrollmaschine die Menschen zu Zombies werden und eigene Befehle ausführen lassen. Ricky ist auch sogleich ihr erstes Opfer. Schnell stellt sich heraus, dass nur Erwachsene kontrolliert werden können und so wappnen sich die Kinder gegen die vier außerirdischen Gegner. Spark, der Techniker der vierköpfigen Crew, hält allerdings gar nicht so viel von der aggressiven Haltung seiner Artgenossen. Vielmehr lebt er für die Wissenschaft und ist nicht abgeneigt, den Kindern zu helfen, als er sich mit Hannah anfreundet.

Kritik

Zehn Jahre müsste man noch mal alt sein, dann hätte man an diesem Film vielleicht seine Freude gehabt. Jedweder Humor richtet sich ausschließlich an diese Altersgruppe und irgendwie ist auch der nur auf pure Unterhaltung beschränkt. Auch das soll man dem jungen Kinopublikum zugestehen, man selbst freut sich schließlich auch ab und an mal über einen möglichst inhaltsleeren Actionfilm, bei dem man sich ohne jede Anstrengung unterhalten lassen kann, doch von einem Kinderfilm erwarte ich dann doch ein bisschen mehr.

Die Story ist klar. Die Menschheit ist in Gefahr, die Kinder versuchen alles zu retten und die Eltern denken, die spielen nur auf dem Dachboden rum, und bekommen von alledem nichts mit. Tom ist als Ältester der Anführer und kann im Gegensatz zu Jake, der die Haudrauf-Variante bevorzugt, mit intelligentem Vorgehen punkten. Hier könnte man dem Film mit sehr viel Zwang sogar pädagogisches Wirken zusprechen, weil Tom damit zu kämpfen hat, gut in der Schule zu sein, und Aufmerksamkeit erlangen wollte, indem er schlechte Noten absichtlich produziert. Der Ansatz war immerhin vorhanden.

Die außerirdischen Noobs sind eigentlich ganz niedliche Figuren, die schön ihre Charakterzüge zum Ausdruck bringen und dabei auch etwas Angst einflößend wirken. Nur Spark, der sechsarmige Techniker, gehört zur Kuscheltierfraktion, der die Wissenschaft liebt, gerne bastelt und damit den Gegenpol zum kriegerischen Trio darstellt. Die mögliche tiefere Ebene ist aber kaum zu finden. Vielmehr wird mit Spark auf die "E.T. Der Außerirdische"-Schiene gesetzt, zumal auch noch Hannah diejenige ist, die sich geradezu mit ihm anfreundet. Das ist ganz nett, aber auch nicht innovativ.

Der Rest des Films bezieht sich auf kindgerechte Actionszenen und diverse Albernheiten. Dass die Kontrolle der Menschen mit einem Gerät funktioniert, das Grundzüge eines Gamepads hat, ist dabei eine wirklich gute Idee, denn dadurch entstehen regelrechte Live-Computerspiel-Momente, die allerdings auch ziemlich brutal sind, ganz im Stile von Zeichentrickserien, aber keinerlei Schaden anrichten. Ashley Tisdale ist die ganze Zeit nur die pubertäre Furie, die völlig durcheinander ist, weil der gedankenkontrollierte Ricky sich daneben benimmt. Zuletzt greift sie auch noch in den Kampf gegen die Aliens ein, aber irgendwie war ihr Charakter eher überflüssig.

Fazit

"Die Noobs Klein aber gemein" ist ein für Kinder sehr unterhaltsamer Film, der für die Altersgruppe sicherlich auch sehr witzig ist, allerdings nahezu gänzlich darauf verzichtet, auch pädagogisch wenigstens ein bisschen was zu leisten. Eltern, die sich den Film mit ihren Kindern gemeinsam anschauen, werden zu leiden haben.

Emil Groth - myFanbase
07.10.2009

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