Bewertung: 3
Andrews Jenkins

How To Rob a Bank

... und zehn einfache Schritte, wie man mit der Beute entkommt.

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Inhalt

Als Jinx (Nick Stahl) die letzten zwanzig Dollar von seinem Konto abheben will, gerät er mitten in einen Banküberfall. Es gelingt ihm, in den Tresorraum zu fliehen, wo er sich mit Jessica (Erika Christensen), die zu den Räubern gehört, einschließt. Da die Verbrecher an den Computer im Tresorraum wollen, um Daten zu stehlen, nimmt ihr Anführer Simon (Gavin Rossdale) über Handy die Verhandlungen mit Jinx auf, der nach und nach durchschaut, was wirklich vor sich geht und langsam beginnt, gemeinsam mit Jessica eigene Ziele zu entwickeln.

Kritik

Ich kann nur aufs Herzlichste davon abraten, diesen Film als einen Leitfaden zum Ausrauben von Banken zu verwenden, da die Logikfehler doch enorm sind. Ach ja, und weil das Ausrauben von Banken natürlich illegal und unmoralisch ist. Wenn man sich am Ende hinsetzt und diesen Film noch einmal rekapituliert, fallen einem so viele Löcher auf, dass es schon fast Zahnschmerzen bereitet. Man tut also gut daran, nicht zu viel über "How To Rob a Bank" nachzudenken und sein Gespür für logische Feinheiten während der 81 Minuten Laufzeit abzustellen.

Der Film beginnt kurz nachdem Jinx sich mit Jessica in dem Tresorraum eingeschlossen hat und offenbart uns dann im Laufe der Handlung, wie der Schlamassel angefangen hat, was man jedoch durch die Filmbeschreibung bereits weiß. Jinx soll den typischen kleinen Mann von der Straße repräsentieren, der in einem einfachen Job arbeitet, am Ende eines Monat höchstens noch zwanzig Dollar übrig hat und sich mit den vielen lästigen kleinen Zusatzzahlungen für Serviceleistungen herumschlagen muss. Allerdings meistert Jinx die brenzlige Situation, in die er da gerät, nach kurzer Zeit höchst hervorragend und offenbart eine Cleverness und Raffinesse, die für einen ungelernten Angestellten, der sich eigentlich nur für seine letzten zwanzig Dollar des Monats einen Burger kaufen wollte, unverhältnismäßig beeindruckend ist.

Übers Handy verhandelt Jinx simultan mit dem Chef-Bankräuber Simon, dessen Nervenkostüm immer mehr den Bach runter geht, mit der Polizei, die das Gebäude umstellt hat, und mit dem geheimnisvollen Auftraggeber des ganzen Überfalls, der sich Nick nennt. So entstehen zwischenzeitlich einige sehr außergewöhnliche Telefonkonferenzen, die im Ansatz viel intelligente Ironie enthalten und das bekannte Muster von Verhandlungen bei einer Geiselnahme ad absurdum führen, doch die mangelnde Logik und die simplen Dialoge führen doch immer wieder ins unterste Mittelmaß. Die Gestiken und Mimiken des leitenden Polizisten DeGepse, gespielt von Terry Crews, und des Verbrechers Simon sind dann stellenweise auch noch so überzogen, dass man sich eher an eine Slapstick-Komödie erinnert fühlt. Man gewinnt ein wenig den Eindruck, dass die Darsteller selbst nicht wussten, wie sie ihre Rollen spielen sollten und daher zuweilen in übertriebene Komik verfallen sind.

Fazit

Alle guten Ansätze von "How To Rob a Bank" werden durch den Mangel an Logik und eine zu uninspirierte Umsetzung im Keim erstickt.

Maret Hosemann - myFanbase
22.03.2009

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