Bewertung: 7
Greg Mclean

Rogue - Im falschen Revier

Wie schnell schwimmst du?

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Inhalt

Eine Gruppe von Touristen, darunter der amerikanische Reisejournalist Pete McKell (Michael Vartan), unternimmt eine Bootstour durchs australische Northern Territory, um Krokodile zu beobachten. Als die Bootsführerin Kate (Radha Mitchell) ein Notsignal am Himmel entdeckt, folgt sie diesem und führt ihre Passagiere damit ungewollt in das Revier eines Riesenkrokodils, das über die Eindringlinge alles andere als erfreut ist. Das gigantische Tier attackiert das Boot und versenkt es; die Gruppe kann sich gerade noch auf eine kleine Insel mitten im Fluss retten. Die bevorstehende Flut lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass die Gruppe auf der Insel nicht lange sicher ist.

Kritik

In etwa so, wie die Protagonisten dieses Films im falschen Revier landen, wähnte ich mich zunächst im falschen Film, denn meine Erwartungen an diesen Tierhorror waren ziemlich gering und ich rechnete nicht mit guten 90 Minuten. Trotz des eher reizlosen DVD-Covers und des auch nicht unbedingt sensationellen Filmtitels, präsentiert sich "Rogue - Im falschen Revier" jedoch als sehenswertes Stück Horrorunterhaltung.

Die Naturaufnahmen sind wirklich grandios. Dem Regisseur Greg Mclean ist es fantastisch gelungen, die australische Flusslandschaft einzufangen und wie einen weiteren Hauptdarsteller zu präsentieren. Natürlich sehen sich die wenigsten Horrorfans einen Film nur wegen der tollen Landschaft an, das ist mir schon klar. Die Story von "Rogue - Im falschen Revier" ist doch recht simpel und beschränkt sich auf die Formel "Mensch gegen Krokodil", aber die Umsetzung weiß zumeist zu überzeugen. Neben der grandiosen Naturkulisse sieht auch das Riesenkrokodil erstaunlich überzeugend aus, in dieser Hinsicht haben doch deutlich teurere Filme schon wesentlich schlechter abgeschnitten.

Überdies sind die Charaktere alles in allem recht glaubhaft gezeichnet. Zwar gibt es mit Reisejournalist Pete wieder einmal den klassischen Helden, der zu Beginn des Films noch mies gelaunt war und am Ende sein Leben für die anderen riskiert, doch verhalten sich die Charaktere überwiegend für den Zuschauer nachvollziehbar, geraten in Panik, zeigen sich auch mal selbstsüchtig, streiten sich, entwickeln gewisse Sympathien und arbeiten zusammen, um am Leben zu bleiben.

Als übermäßig brutal lässt sich dieser Film nicht bezeichnen, die Krokodilangriffe verlaufen zumeist sehr schnell, allzu widerliche Details werden nicht gezeigt.

Fazit

Aufgrund der grandiosen Naturkulisse, des recht überzeugenden Riesenkrokodils und einer ordentlichen Story gehört "Rogue - Im falschen Revier" zu den besseren Tierhorrorfilmen.

Maret Hosemann - myFanbase
20.01.2009

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