Bewertung: 8
Christopher Smith

Severance

Ein blutiger Betriebsausflug.

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Inhalt

Die Angestellten einer Rüstungsfirma machen einen Betriebsauflug in die ungarischen Wälder und finden sich in einer heruntergekommenen Hütte wieder. Nach kurzer Zeit wird ihnen klar, dass in den Wäldern jemand lauert, der ihren Tod will. Für den unbeliebten Chef Richard (Tim McInnerny), den anhänglichen Gordon (Andy Nyman), der toughen Maggie (Laura Harris), den abgedrehten Steve (Danny Dyer), der Weltverbesserin Jill (Claudie Blakley), den einfühlsamen Billy (Babou Ceesay) und den forschen Harris (Toby Stephens) beginnt ein blutiger Kampf ums Überleben.

Kritik

Wer seine Horrorfilme nicht nur schön blutig, sondern auch noch richtig witzig mag, macht mit "Severance" nichts verkehrt. Regisseur Christopher Smith verknüpft sehr gekonnt Slasher-Horror mit rabenschwarzem Humor. So steckt der Film voller bitterböser Seitenhiebe auf die Waffenindustrie und auf die Klischee-Vorstellungen, die man in westlichen Ländern von Osteuropa hat. Auch die Tatsache, dass in Horrorfilmen ganz gerne mal nackte Haut gezeigt wird und Frauen diverse Kleidungsstücke verlieren, wird in "Severance" auf die Schippe genommen. Daneben gibt es zahlreiche Anspielungen auf andere Filme, unter anderem auf "Psycho", "Uhrwerk Orange" und "Rambo".

"Severance" hat unbestreitbar einen hohen Unterhaltungswert. Neben der eigentlichen Handlung werden zwischendurch auch Träume der Charaktere und Geschichten, die sie erzählen, gezeigt, wobei sogar das Stummfilm-Genre einbezogen wird. Viele Szenen in diesem Film entwickeln sich ganz anders, als man, beeinflusst durch unzählige andere Horrorfilme, glaubt. Eine Menge der gängigen Slasher-Klischees werden vermieden, während andere wiederum bewusst auf die Spitze getrieben werden.

Für die größten Highlights sorgt der Charakter Steve, der sich im Laufe des Films zudröhnt und mit einem Seil durch den Wald geführt werden muss, ein abgetrenntes Bein beaufsichtigt (und diesen Job schlecht erledigt), einen Verletzten mit Ecstasy behandelt und immer einen Spruch auf den Lippen hat, der zumeist in Zusammenhang mit Sex steht, aber selten plump rüberkommt.

Fazit

"Severance" bietet eine gelungene Mischung aus blutigem Horror und schwarzer Komödie. Für Fans des Genres absolut zu empfehlen.

Maret Hosemann - myFanbase
04.01.2009

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