Bewertung: 7
Guillermo del Toro

Hellboy

Er schickt die Bösen zur Hölle.

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Inhalt

1944 experimentieren die Nazis mit schwarzer Magie, um die drohende Kriegsniederlage noch abzuwenden. Die Amerikaner zerstören das Experiment, doch etwas ist bereits in unsere Welt gelangt: ein kleiner, roter Dämon, dem die Soldaten den Namen Hellboy geben. Hellboy (Ron Perlman) wächst unter der Obhut des Wissenschaftlers Trevor "Broom" Bruttenholm (John Hurt) zu einem Kämpfer gegen das Böse heran, doch die Schurken, die ihn einst heraufbeschworen, kehren zurück, um ihn auf ihre Seite zu ziehen. Der junge Agent John Myers (Rupert Evans) soll auf Hellboy aufpassen, begeht jedoch den Fehler, sich in Hellboys große Liebe Liz (Selma Blair) zu verknallen.

Kritik

Mit Hellboy schaffte 2004 ein weiterer Comicheld den Sprung auf die Filmleinwand und reihte sich damit irgendwo zwischen Heroes wie Superman, Batman, Spider-Man, den X-Men, den Fantastic Four und Iron Man ein. Der Charakter Hellboy unterscheidet sich jedoch in vielen Punkten deutlich von seinen erwähnten Heldenkollegen, denn Hellboy ist ein großer, roter Dämon mit Hörnern, die er sich abfeilt, und einer linken Hand aus massivem Stein. Er wurde von Menschen aufgezogen und liebt Fernsehen, Kätzchen, Zigarren, Schokolade und Liz. Sie sieht vollkommen menschlich aus, besitzt jedoch die schwer zu kontrollierende Gabe, Feuer zu erzeugen.

Der Film steht und fällt mit dem Charakter Hellboy, der hervorragend von Ron Perlman dargestellt wird. Hellboy ist nie um einen Spruch verlegen, biegt und bricht die Regeln, wie es ihm gefällt, und hat doch ein gutes Herz. Er ist kein strahlender, durch und durch moralischer Held, sondern ein "Ich tret dir in den Arsch"-Haudegen, dem man einfach gerne zusieht. Viel besser als bei dem Charakter Hellboy kann man das Prinzip von der rauen Schale mit dem weichen Kern nicht umsetzen.

Die Story ist dabei gar nicht so wichtig, denn die hier ausgewählten Bösewichte kennt man aus amerikanischen Filmen schon zur Genüge. Mit Nazis, die von dem russischen Unsterblichen Grigori Rasputin (Karel Roden) unterstützt werden, finden sich die zwei beliebtesten Feindbilder der Amis brüderlich vereint Nationalsozialisten und Kommunisten, die bösen Deutschen und die unheimlichen Russen. Darüber sollte man sich also nicht zu viele Gedanken machen und den Film als gute Unterhaltung mit einem fantastischen, originellen Titelcharakter genießen.

Fazit

Der Film "Hellboy" ist nicht perfekt, bietet aber gute Unterhaltung.

Maret Hosemann - myFanbase
02.11.2008

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